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Medizinische Universität Graz
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Betreute Abschlussarbeiten
Sprachversion
Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Stressempfinden bei unterschiedlichen Arten des Arbeitswegs
Kurzfassung
Hintergrund: In Österreich stellt die Förderung von körperlicher Aktivität ein großes Ziel von Public Health Ziel dar, um die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten und zu verbessern. Eine einfache aber zugleich effektive Möglichkeit ist es, Aktivitäten zu fördern, welche in die tägliche Routine integriert werden können, wie etwa Radfahren oder Gehen für den Arbeitsweg. Obgleich viele Studien einen Zusammenhang zwischen einem aktiven Arbeitsweg und physische Gesundheit nachgewiesen haben, gibt es weniger Belege für die psychische Gesundheit, besonders bezüglich des Stressempfindens. Daher war das Ziel dieser Studie, den Zusammenhang zwischen der Art des Arbeitswegs (aktiv, passiv) und dem Stressempfinden bei österreichischen Erwachsenen zu überprüfen. Methode: Insgesamt wurden 227 Einwohner aus Graz zur „Health On the Way“ Pilot-Studie eingeladen. Die Art des Arbeitswegs sowie Informationen über andere Störvariablen (z.B. Alter, Body-Mass-Index, Dauer des Arbeitswegs) wurden mit einem elektronischen Fragebogen erhoben. Ein aktiver Arbeitsweg wurde definiert als Radfahren und/oder Gehen. Alle Personen wurden gebeten, an drei Tagen einen kurzen Stressfragebogen auszufüllen, jeweils vor dem Arbeitsweg (Ruhemessung) und nach Ankunft am Arbeitsort (Stressempfinden während des Arbeitswegs). Zusammenhänge zwischen der Art des Arbeitswegs und dem Stressempfinden wurde mittels multiplen linearen Regressionsmodellen überprüft. Ergebnisse: Daten von 185 Erwachsenen (mittleres Alter: 28 ± 10 Jahre, 88 Frauen), bestehend aus 116 aktiven und 69 passiven Arbeitswegen, wurden analysiert. Nach Kontrolle von Stressempfinden vor dem Arbeitsweg und anderen Störvariablen wiesen Personen mit einem aktivem Arbeitsweg ein geringeres Stressempfinden am Arbeitsweg auf als Personen mit einem passiven Arbeitsweg (b = –0.44 [–0.72, –0.16], p < 0.05). Schlussfolgerung: Ein aktiver Arbeitsweg kann das Ausmaß der körperlichen Aktivität mit geringem Aufwand steigern und könnte sich auch positiv auf die psychische Gesundheit auswirken, beispielsweise durch Unterstützung von Personen im Umgang mit täglichen Stressoren oder durch Reduzierung der allostatischen Last. Zukünftige Studien von robustem Design sollen objektive Verfahren für die Erhebung von körperlicher Aktivität und Stress-Reaktivität verwenden. Die Förderung eines aktiven Arbeitswegs, um die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung zu erhöhen und zu erhalten, wird stark empfohlen.
Schlagwörter
körperliche Aktivität, aktiver Arbeitsweg, Stress, Gesundheitsförderung
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
2024
Volltext
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Sattler, Matteo Christian
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Medizinische Universität Graz
Studium
UO 992 503 Universitätslehrgang; Master of Public Health (MPH)  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Van Poppel, Mireille Nicoline Maria; Univ.-Prof. PhD.
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