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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Retrospektive Studie zur Prädiktion der peak Ventilation im Rahmen einer Ausbelastungsuntersuchung bei Patient*innen mit restriktiver Ventilationsstörung  
 Hintergrund und Ziele: Normwerte für spiroergometrische Parameter wie die unter maximaler Belastung erreichte Ventilation (peak VE) sind wichtig, um diese und vor allem Abweichungen davon interpretieren zu können, da die absoluten Messwerte stark variieren. In dieser Studie wurde der Frage nachgegangen, ob eine für gesunde Personen entwickelte Formel für die Prädiktion der peak VE auch für Patient*innen mit einer restriktiven Ventilationsstörung bei einer totalen Lungenkapazität (TLC) < 70% der Norm anwendbar war. Im Speziellen wurden dabei das Atemäquivalent für Sauerstoff (EQO2) und die Einsekundenkapazität (FEV1) herangezogen.

Methoden: Die Werte für das EQO2 und der Zusammenhang zwischen FEV1 und peak VE wurden anhand von retrospektiv erhobenen spiroergometrischen Daten, welche im Rahmen einer Fahrradergometrie erhoben wurden, von 32 Personen mit einer TLC < 70% ausgewertet und mit gleichvielen alters- und geschlechtsgematchten Kontrollen verglichen. Für die deskriptive Statistik wurde der Median mit Interquartilsabstand und für die normalverteilten Differenzen der vorhergesagten und gemessenen Werte das arithmetische Mittel und die Standardabweichung (SD) angegeben. Mittels des Mann-Whitney-U Tests wurde auf Gruppenunterschiede getestet und der Spearman-Rho Korrelationskoeffizient wurde für den Zusammenhang zwischen FEV1 und peak VE verwendet.

Ergebnisse: Es konnte kein signifikanter Unterschied zwischen Restriktions- und Kontrollgruppe hinsichtlich des peak EQO2 gefunden werden (R: 33,42 (30,27-39,00); K: 33,61 (30,99-42,57); p = 0,914). Zwischen FEV1 und peak VE konnte für beide Gruppen eine starke positive Korrelation gefunden werden (R: ρ = 0,597, p < 0,000; K: ρ = 0,64, p < 0,000) und eine für beide Gruppen gemeinsam aufgestellte Formel wies eine mittlere Abweichung von gemessenem minus vorhergesagtem Wert von -0,02 (± 13,30) L/min auf.

Conclusio: Eine restriktive Ventilationsstörung hatte somit in dieser Studie keinen Einfluss auf das Verhältnis von peak VE zu peak VO2. Das lässt den Schluss zu, dass sich für Patient*innen mit Restriktion die gleichen Regeln zur Beurteilung einer ventilatorischen Limitierung anwenden lassen, wie für Patient*innen mit normaler Lungenfunktion. Ebenfalls war der Zusammenhang zwischen FEV1 und peak VE bei Patient*innen mit Restriktion sehr ähnlich wie bei Kontrollpersonen, weshalb eine einzelne Formel für beide Gruppen aufgestellt werden kann, die zur Schätzung der peak VE anhand der FEV1 dient.  
   
 
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 Lungenheilkunde
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Reiner, Felix Maximilian
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Innere Medizin
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Douschan, Philipp; Univ. OA Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
  Foris, Vasile; Univ. FA Dr.-medic MSc PhD.