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Medizinische Universität Graz    

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Masterarbeit (wissenschaftlich) - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Strukturierte Schulungsmaßnahmen, Gesundheitskompetenz und Medikamentenadhärenz bei Patient*innen mit COPD im Akutbereich - ein Scoping Review  
 Hintergrund: Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) gilt als dritthäufigste Todesursache in der WHO European Region und geht oft mit einer eingeschränkten Gesundheitskompetenz und einer geringen Medikamentenadhärenz einher. Im Akutbereich wird die Medikation insbesondere nach einer Exazerbation häufig angepasst. Strukturierte Schulungsmaßnahmen können Patient*innen dabei unterstützen, krankheitsspezifisches Wissen, Selbstmanagement und Therapieadhärenz zu verbessern. An der Durchführung dieser Schulungsmaßnahmen sind unterschiedliche Gesundheitsberufsgruppen beteiligt. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass sich geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der Gesundheitskompetenz und der Therapieadhärenz zeigen können. Obwohl Schulungsmaßnahmen, Gesundheitskompetenz und Medikamentenadhärenz bereits wissenschaftlich untersucht und geprüft wurden, fehlt bislang eine zusammenfassende Aufarbeitung dieser Aspekte speziell im Akutsetting. In der vorliegenden Arbeit wird daher die Evidenz strukturierter Schulungsmaßnahmen im Akutbereich sowie deren Einfluss auf Gesundheitskompetenz und Medikamentenadhärenz untersucht. Weiters werden die beteiligten Berufsgruppen stratifiziert dargestellt und vorhandene geschlechtsspezifische Unterschiede beschrieben.

Methode: Für die Beantwortung der Forschungsfrage wurde das Design eines Scoping Reviews gemäß den Empfehlungen des Joanna Briggs Institutes (JBI) gewählt. Die Literaturrecherche erfolgte in den Datenbanken MEDLINE via PubMed, CINAHL, Embase via Ovid und Cochrane via Ovid. Ergänzend wurden Google Scholar sowie die Referenzlisten der eingeschlossenen Studien durchsucht. Die Ein- und Ausschlusskriterien basieren auf dem PCC-Schema. Die Ergebnisse wurden tabellarisch dargestellt und anschließend narrativ zusammengefasst.

Ergebnisse: Insgesamt umfasst das vorliegende Scoping Review zehn Studien. Die Ergebnisse wurden anhand des Gesundheitskompetenzmodells nach Sørensen et al. (2012) zugeordnet. Dabei zeigten sich überwiegend Verbesserungen der Gesundheitskompetenz beziehungsweise der Medikamentenadhärenz. Geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der Gesundheitskompetenz oder Medikamentenadhärenz wurden in keiner der eingeschlossenen Publikationen beschrieben. Die Schulungen führten meist Pflegepersonen durch, während interprofessionelle Ansätze kaum vertreten waren.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse dieses Scoping Reviews deuten darauf hin, dass strukturierte Schulungsmaßnahmen einen wichtigen Bestandteil der Versorgung von Patient*innen mit COPD im Akutsetting darstellen und die Gesundheitskompetenz sowie die Medikamentenadhärenz positiv beeinflussen können. Gleichzeitig bestehen Forschungslücken hinsichtlich geschlechtsspezifischer Unterschiede, interprofessioneller Interventionen sowie der standardisierten Erfassung von Gesundheitskompetenz und Medikamentenadhärenz.

 
 COPD; Schulungsmaßnahmen; Gesundheitskompetenz; Medikamentenadhärenz; Akutbereich  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Gruber, Katharina; BSc
Betreuende Einrichtung / Studium
  Medizinische Universität Graz
 UO 066 331 Masterstudium; Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Großschädl, Franziska; Priv.-Doz. Dr.scient.med. BSc MSc
  Wilfling, Denise; Dr.rer.hum.biol. MSc