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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Die akute Extremitätenischämie im Wandel der Zeit
Kurzfassung
Einführung: Die akute Extremitätenischämie (ALI, acute limb ischemia) stellt einen Notfall dar und ist mit einer hohen Morbidität sowie Mortalität vergesellschaftet. Durch den wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt haben sich im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte umfassende Änderungen in den Bereichen Diagnostik und Therapie der ALI ergeben. Neben der etablierten chirurgischen Therapie als zentraler Säule in der Behandlung der ALI kann - abhängig vom Schweregrad und der klinischen Ausprägung - auch eine interventionelle Therapie eine suffiziente Rekanalisation des betroffenen arteriellen Stromgebietes ermöglichen. Über lange Zeit stellte die kathetergestützte intraarterielle Thrombolyse den Grundpfeiler der minimalinvasiven Therapie des akuten arteriellen Extremitätenverschlusses dar. In den letzten Jahrzehnten wurden jedoch zahlreiche innovative interventionelle Verfahren entwickelt. Die Erweiterung des therapeutischen Spektrums ermöglicht eine zunehmend individualisierte Behandlungsstrategie, die eine bessere Anpassung an patient*innenspezifische Faktoren und klinische Gegebenheiten erlaubt.
Material und Methoden: Die Arbeit wird als narratives Review verfasst, da dieses Format die beste Grundlage bietet, um zum ausgewählten Thema eine umfassende Übersichtsarbeit zu verfassen. Aktuelle Fallberichte und Beobachtungsstudien lassen sich einbeziehen, deren Ergebnisse und Erkenntnisse anschließend hinsichtlich ihrer Relevanz für Leitlinienempfehlungen kritisch bewertet werden können. Dafür wurde hauptsächlich mit Hilfe der medizinischen Literaturdatenbanken Pubmed und Embase eine umfassende Literaturrecherche durchgeführt. Ziel dieser Arbeit ist es, einen systematischen Überblick über die Entwicklung der Diagnostik und Therapie der ALI zu geben. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Analyse moderner interventioneller Therapieverfahren, insbesondere hinsichtlich ihres Einflusses auf klinische Entscheidungsprozesse. Darüber hinaus werden die klinischen Erfolgsraten dieser Verfahren sowie die relevanten Kriterien für einen sinnvollen, indikationsgerechten und patient*innennorientierten Einsatz der jeweiligen Therapiesysteme untersucht.
Ergebnisse: Die Analyse zeigt, dass für die Behandlung der ALI kein universell überlegener Revaskularisationsansatz existiert, sondern die Therapiewahl maßgeblich von klinischem Schweregrad, Ätiologie des Verschlusses sowie patient*innenspezifischen Risikofaktoren abhängt. Die offene Chirurgie stellt insbesondere bei unmittelbar gefährdeter Extremität (klinisches Stadium IIb) und embolischer Genese weiterhin eine zentrale Therapieoption dar, während endovaskuläre Verfahren vergleichbare Raten des Extremitätenerhalts bei geringerer Hospitalisationsdauer erzielen können. Innovative endovaskuläre Techniken, insbesondere die perkutane mechanische Thrombektomie (PMT), ermöglichen eine raschere Rekanalisation und verkürzte Behandlungszeiten im Vergleich zur konventionellen kathetergestützten Thrombolyse, bei insgesamt vergleichbaren klinischen Outcomes. Unterschiede zwischen den einzelnen endovaskulären Verfahren zeigen sich vor allem in technischen Erfolgsraten, Komplikationsprofilen und Reinterventionsraten. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung einer individualisierten, interdisziplinären Therapieentscheidung zur Optimierung des Behandlungserfolgs bei ALI.
Schlagwörter
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Simoner, Julian
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Innere Medizin
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Kurzmann-Gütl, Katharina; Univ. FÄ Dr.med.univ.
Mitbetreuer*in (intern)
Brodmann, Marianne; Univ.-Prof. Dr.med.univ.
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