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Medizinische Universität Graz
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Betreute Abschlussarbeiten
Sprachversion
Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Automated trauma detection in knee radiographs with artificial intelligence – role of including additional magnetic resonance imaging data
Kurzfassung
Fragestellung:
Bewertung des Potenzials eines auf Deep Learning basierenden KI-Modells zur Vorhersage
schwerer innerer Knieverletzungen anhand von initialen Röntgenaufnahmen bei Kindern und
Jugendlichen sowie Beurteilung seines Nutzens als Triage-Instrument zur Unterstützung von
Überweisungsentscheidungen für die weiterführende MRT.
Methoden:
Eine retrospektive, an zwei Zentren durchgeführte Studie umfasste 873 Patient*innen im Alter
von bis zu 19 Jahren, bei denen innerhalb von 48 Stunden nach einem akuten Trauma sowohl
eine Röntgenuntersuchung des Knies als auch eine MRT durchgeführt wurde. Insgesamt
wurden 1746 Röntgenaufnahmen in anterior-posteriorer und lateraler Projektion verarbeitet und
verwendet, um acht EfficientNet-Varianten (B0–B7) mittels 16-facher Kreuzvalidierung zu
trainieren und zu evaluieren. Die MRT diente als Referenzstandard. Die Leistung wurde anhand
der Precision-Recall-AUC, des Recalls, des F1-Scores, von Kalibrierungsmetriken und einer
Entscheidungskurvenanalyse bewertet. Eine sekundäre Klassifizierungsaufgabe bewertete die
Erkennung von Gelenkergüssen.
Ergebnisse:
EfficientNet-B5 erzielte die höchste Gesamtklassifikationsbalance mit einer PR-AUC von
0.828 bei seitlichen Röntgenaufnahmen, einem Recall von 0.789, einer Präzision von 0.745 und
einem F1-Score von 0.766. Seitliche Projektionen schnitten deutlich besser ab als antero-
posteriore Aufnahmen (P = 0.008), und die Leistung war bei Patienten ab 13 Jahren im
Vergleich zu jüngeren Kindern signifikant höher (PR-AUC 0.846 vs. 0.779, P = 0.008). Die
Erkennung von Ergüssen im Kniegelenk erreichte einen Höchstwert von AUC = 0.849.
Schlussfolgerung:
In unserer Studie an Kindern und Jugendlichen erzielte EfficientNet-B5 bei der Anwendung
auf seitliche Knie-Röntgenaufnahmen einen PR-AUC-Wert von 0.828 und einen Recall von
0.789 bei der Vorhersage relevanter innerer Knieverletzungen, mit einer signifikant besseren
Leistung bei Patienten ab 13 Jahren und einem AUC-Wert von 0.849 für die Erkennung
sekundärer Ergüsse, was das Potenzial von Deep Learning als röntgenbasiertes Hilfsmittel zur
MRT-Triage bei Kindern und Jugendlichen demonstriert.
Schlagwörter
Artificial Intelligence, Knee, Digital Radiography, Radiology, Magnetic Resonance Imaging
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Sachgebiete
Radiologie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Stranger, Nikolaus; Dr.med.univ.
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Radiologie
Studium
UO 790 202 Dr.-Studium der medizin. Wissenschaft; Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer/in (intern)
Tschauner, Sebastian; Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
CO – Betreuer/in (intern)
Singer, Georg; Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ.
Betreuer/in (extern)
Mattiassich, Georg; Prim. Priv.-Doz. Dr., MSc, MBA
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