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Medizinische Universität Graz    

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Dissertation - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Wirkung von Omega‑3‑mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf Krebszellen: Eine In‑vitro‑Studie  
 Die Krebstherapie ist weiterhin durch eine unzureichende Behandlungseffektivität, krebsassoziierte Mangelernährung sowie erhebliche therapiebedingte Toxizitäten eingeschränkt, was den Bedarf an innovativen Strategien zur Verbesserung therapeutischer Ergebnisse unterstreicht. Omega 3 Fettsäuren, insbesondere Docosahexaensäure (DHA), verfügen sowohl über ernährungsphysiologische als auch bioaktive Eigenschaften, darunter antiinflammatorische Effekte und die Fähigkeit, die Anfälligkeit von Tumorzellen für oxidativen Stress und Ferroptose zu erhöhen. Zur Verbesserung der Stabilität und der zellulären Verfügbarkeit können Omega 3 Fettsäuren als Nanoemulsionen formuliert werden, wodurch die Bioverfügbarkeit gesteigert und antitumorale Therapien potenziell verstärkt werden können.

In dieser Studie wurde ein Panel von Nanoemulsionen mit definiertem Omega 3 und Omega 9 Fettsäureprofilen entwickelt, die aus Algen , Fisch und Olivenölen gewonnen wurden. Alle Formulierungen zeigten eine ausgezeichnete physikochemische Stabilität, nanoskalige Tropfengrößenverteilungen sowie eine den Arzneibuchanforderungen entsprechende Qualität. Während die entsprechenden nativen Öle nur eine minimale biologische Aktivität aufwiesen, führte die Nanoemulgierung zu einer deutlich erhöhten Zytotoxizität. Besonders hervorzuheben ist, dass eine neuartige DHA reiche Algenöl Nanoemulsion starke und selektive antitumorale Effekte ausübte, ohne normale Fibroblasten zu beeinträchtigen. Kombinationsstudien zeigten darüber hinaus eine tumorartabhängige Verstärkung der chemotherapeutischen Wirksamkeit. RNA Sequenzierungsanalysen wiesen auf die Aktivierung ferroptoseassoziierter Signalwege sowie auf eine Hemmung der DNA Replikation und der Zellzyklusprogression nach Behandlung mit der DHA reichen Algenöl Nanoemulsion hin. Zur Stärkung der translationalen Relevanz für tumorspezifische zielgerichtete Therapien wurde zudem eine HER2⁺/ER⁻ patientenabgeleitete Brustkrebszelllinie sowie passende krebsassoziierte Fibroblasten etabliert und umfassend charakterisiert.

Zusammenfassend identifizieren diese Ergebnisse den neu entwickelten Formulierungsprototyp als einen selektiven und biologisch aktiven DHA Nanoträger, der in der Lage ist, tumorartspezifische Therapien zu unterstützen, die Wirksamkeit chemotherapeutischer Behandlungen zu verbessern und potenziell ferroptosegetriebene antiproliferative Programme zu induzieren. Insgesamt unterstreicht diese Studie das vielversprechende Potenzial von DHA als Lipidkomponente in nanoskaligen Emulsionen für zukünftige kombinierte Krebstherapien.

 
   
 
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 Humanmedizin interdisziplinär
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Steiner-Zitzenbacher, Birgit; Mag.pharm.
Betreuende Einrichtung / Studium
  Diagnostik & Forschungsinstitut für Pathologie
 UO 790 202 Dr.-Studium der medizin. Wissenschaft; Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Rinner, Beate; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr.
  Lohberger, Birgit; Research Prof. Priv.-Doz. Mag.rer.nat. Dr.scient.med.
  Szkandera, Joanna; Priv.-Doz. Dr.med.univ.