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Medizinische Universität Graz
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Sprachversion
Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Automated external defibrillator delivery by drone in mountainous regions to support basic life support – A simulation study
Kurzfassung
Hintergrund: Ein außerklinischer Herzkreislaufstillstand (OHCA) ist mit schlechten Überlebensraten verbunden. Zu den Faktoren, die das Überleben begünstigen können, gehören die von umstehenden Personen eingeleitete Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) und der frühzeitige Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED). Diese explorative Simulationsstudie wurde konzipiert, um die Machbarkeit einer halbautonom operierenden Drohne, die einen AED an einen abgelegenen Notfallort liefert, sowie deren Einsatz durch Personen vor Ort zu testen.
Methoden: Zehn Sanitäter und 19 Laien wurden im Rahmen eines Feldversuchs in einer Bergregion zwischen Österreich und Slowenien als einzeln agierende Personen mit einer Reanimationspuppe im simulierten Kreislaufstillstand konfrontiert. Das Szenario umfasste einen, zuvor abgestimmten, Anruf bei der lokalen Rettungsleitstelle, die eine Drohne zu den GPS-Koordinaten des Anrufers entsandte und darüber hinaus die laufende CPR unterstützte. Die Endpunkte waren die erfolgreiche Lieferung des AED, die Zeit bis zum ersten Schock, die Hands-off-Zeiten und die Gesamtleistung der Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Ergebnisse: Der AED wurde per Drohne geliefert und in allen 29 Szenarien ohne schwerwiegende unerwünschte Ereignisse eingesetzt. Die Flugzeit der Drohne betrug im Median 5:20 (Interquartilabstand: 1:35–8:19) Minuten. Die Sanitäter verabreichten den ersten Schock nach durchschnittlich 12:15 ± 2:03 min, und die Hands-off-Zeiten betrugen 50 ± 22 s. Die Laien verabreichten den ersten Schock nach 14:04 ± 2:10 min, und die Hands-off-Zeiten betrugen 2:11 ± 0:39 min. Alle Teilnehmer fühlten sich im Umgang mit dem gelieferten AED sicher.
Schlussfolgerung: Die Lieferung und der Einsatz eines AED mittels einer halbautonom fliegenden Drohne in einer abgelegenen Region sind machbar. Dieser Ansatz kann zu einer frühzeitigen Abgabe von Schocks führen.
Schlagwörter
außerklinischer Herzkreislaufstillstand, Automatischer externer Defibrillator, Herz-Lungen-Wiederbelebung, Drohne, Berggebiet
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Sachgebiete
Kardiologie
Notfallmedizin
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Fischer, Philip
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Innere Medizin
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Manninger-Wünscher, Martin; Univ. FA Priv.-Doz. Dr.med.univ. PhD.
Mitbetreuer*in (intern)
Kolesnik, Ewald; Dr.med.univ. Dr.scient.med.
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