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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Postoperative Arrhythmien nach Herzoperationen im Kindes- und Jugendalter
Kurzfassung
Postoperative Arrhythmien stellen eine häufige Komplikation nach Herzoperationen im
Kindes- und Jugendalter dar. Dieses narrative Review beleuchtet die Pathophysiologie,
klinische Präsentation, Diagnostik und Therapie der häufigsten dieser Arrhythmien.
Dafür werden zunächst angeborene Herzfehler wie der Ventrikelseptumdefekt, der
Vorhofseptumdefekt, der persistierende Ductus Arteriosus Botalli, der atrioventrikuläre
Septumdefekt sowie die Lungenvenenfehlmündung und deren Therapiemöglichkeiten
zusammengefasst. Dabei wird genauer auf interventionelle und chirurgische Therapien
eingegangen.
Die Auswertung zeigt, dass die junktionale ektope Tachykardie (JET) mit einem Anteil
von bis zu 64,9 % an postoperativen Arrhythmien die häufigste tachykarde
Rhythmusstörung nach Herzoperationen im Kindes- und Jugendalter darstellt. Der AV-
Block stellt mit einem Anteil von bis zu 36,4 % die häufigste bradykarde Arrhythmie in
dieser Gruppe dar. Weitere relevante Arrhythmien umfassen die Sinusknotendysfunktion,
supraventrikuläre Reentry-Tachykardien (AVRT, AVNRT) und die ektope atriale
Tachykardie, welche jedoch deutlich seltener zu beobachten sind.
Wesentliche Risikofaktoren sind vor allem eine lange Verwendung der
Herzlungenmaschine (CPB-Zeit), ein junges Alter der Patientinnen und Patienten,
komplexe Operationen sowie lange Aortenabklemmzeiten.
Die Diagnostik basiert primär auf dem postoperativen Monitoring sowie der Durchführung
eines 12-Kanal-EKGs. Weitere wichtige diagnostische Mittel sind das Langzeit-EKG
sowie elektrophysiologische Untersuchungen zur Differenzierung verschiedener
Arrhythmien.
Therapeutisch erwies sich vor allem eine multimodale Therapie bestehend aus
perioperativem Management, medikamentöser Nachbehandlung, Schrittmachertherapie
sowie Katheterablation als erfolgreich. Die medikamentöse Therapie sollte je nach
Symptomkomplex individuell angepasst werden. Zu den in der Literatur häufig
beschriebenen Medikamenten zählen unter anderem Amiodaron, Betablocker, Adenosin
oder Isoprenalin.
Auch vagale Manöver spielen bei der Therapie einer AVRT oder AVNRT eine Rolle.
Eine frühzeitige Erkennung sowie leitliniengerechte Intervention stabilisieren die
Patientinnen und Patienten und verkürzen die Krankenhausaufenthalte, wodurch die
Prognose verbessert wird. Dennoch variiert die Datenlage zentrumsabhängig teilweise
stark, und Langzeitdaten zu Spätfolgen sind begrenzt.
Schlagwörter
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Grabke, Robert Eric; B.Sc.
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Kurath-Koller, Stefan; Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
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