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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Hormonersatztherapie der menopausalen Frau im Wandel der Zeit – Aktuelle Empfehlungen im Hinblick auf Effektivität und Sicherheit
Kurzfassung
Einführung:
Die Menopause ist ein Lebensabschnitt der Frau, der mit hormonellen Veränderungen und einer Vielzahl an Beschwerden einhergehen kann. Besonders vasomotorische Symptome wie Hitzewallungen, psychische Veränderungen oder Schlafstörungen können die Lebensqualität von Frauen deutlich beeinträchtigen. Die Hormonersatztherapie (HRT) ist bis heute die effektivste Möglichkeit menopausale Beschwerden zu behandeln. Nach Veröffentlichung großer Studien wie der Women’s Health Initiative (WHI) im Jahr 2002 kam es zu einem drastischen Rückgang der HRT-Einnahme aufgrund entdeckter Risiken, wie Brustkrebs, Endometriumkarzinom oder kardiovaskuläre Ereignisse. In den letzten Jahren fand eine Neubewertung dieser Studien statt, wodurch sich das Verständnis hinsichtlich der Nutzen-Risiko-Abwägung wesentlich verändert hat.
Ziel:
Das Ziel der Arbeit ist es, dem Leser einen Überblick über die Hormonersatztherapie zu geben. Es wird diskutiert welche Möglichkeiten es heute gibt, und wie sich die Hormonersatztherapie im Laufe der Jahre verändert hat.
Es sollen neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur HRT beschrieben werden, wobei aktuelle Leitlinien und Empfehlungen kritisch beleuchtet und Forschungslücken sowie Kontroversen miteinbezogen werden.
Methoden:
Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine Literaturrecherche, in der eine systematische Suche aus Onlinedatenbanken wie „Pubmed“ oder der „Cochrane Library" durchgeführt wurde. Ebenfalls wurde die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Graz, Fachbücher und medizinische Fachzeitschriften zur Recherche herangezogen.
Ergebnisse:
Aktuelle Evidenz zeigt, dass die HRT die wirksamste Therapie ist, menopausale Beschwerden wie vasomotorischer Symptome zu behandeln. Das Abwägen von Nutzen und Risiko einer HRT, stellt eine der wichtigsten Voraussetzungen dar. Sie ist stark von Faktoren wie dem Patientinnenalter, dem Zeitpunkt des Therapiestarts sowie der Dauer und Art der Therapie abhängig. Bei Frauen jünger als 60 Jahre bzw. bei Therapiebeginn innerhalb von zehn Jahren nach Beginn der Menopause überwiegt in der Regel der Nutzen gegenüber dem Risiko. Trotzdem ist es von großer Wichtigkeit jede Patientin über die häufigsten Risikofaktoren der HRT, wie Brustkrebs, kardiovaskuläre Faktoren, oder thromboembolische Ereignisse aufzuklären. Auch die Behandlung mit Phytohormonen und anderen nicht hormonellen Alternativen rückt immer mehr in den Fokus der Wissenschaft. Heutzutage stehen auch die sozialen Medien für viele Frauen als Informations- und Austauschquelle im Vordergrund, was einige Vorteile aber auch Nachteile mit sich bringt. Die Leitlinien empfehlen eine individualisierte Therapie unter genauer Risikoabwägung und regelmäßiger Neubewertung. Obwohl die Datenlage zur Hormonersatztherapie sehr umfangreich ist, bestehen weiterhin einige Forschungsfragen, vor allem bezogen auf Langzeitrisiken oder die individuelle Risikostratifizierung.
Schlagwörter
Hormonersatztherapie; Menopause; Nutzen-Risiko-Abwägung; Östrogen-Gestagen-Kombinationstherapie; vasomotorische Symptome (VMS)
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Scholler, Katharina Sophie
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Lehrstuhl für Pharmakologie
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Luschnig, Petra; Priv.-Doz. Mag. Dr.rer.nat.
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