Loading
Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

Wichtigste Meldungen anzeigenMeldungsfenster schließen
Bibliografische Informationen
 Longitudinale Veränderungen blutbasierter proteomischer Biomarker bei Morbus Parkinson  
 Hintergrund

Die Parkinson-Krankheit (PD) ist eine heterogene neurodegenerative Erkrankung mit variabler Symptomatik und Progression, deren Verlauf bislang nur begrenzt prognostizierbar ist. Ziel dieser Arbeit war es, longitudinale Zusammenhänge zwischen Serumproteinen eines multiplexen Proteomik-Panels als potenziellen Biomarkern und klinischen Verlaufsparametern bei PD zu analysieren.



Methoden

Analysiert wurden longitudinale klinische und serologische Daten von 164 PD-PatientInnen (398 Visiten) aus der PROMOVE-Kohorte. Die Proteomanalyse erfolgte im Serum mittels Proximity Extension Assay (PEA) mit dem Multiple Sclerosis Disease Activity (MSDA) Panel (21 Proteine). Klinische Outcomes umfassten Movement Disorder Society - Unified Parkinson's Disease Rating Scale (MDS-UPDRS) I-IV, Mini Mental State Exam (MMSE), Non-Motor-Symptome (NMS) und die Levodopa-Äquivalent-Tagesdosis (LEDD). Zur longitudinalen Analyse wurden lineare gemischte Modelle verwendet.



Ergebnisse

Signifikante Zusammenhänge wurden sowohl auf der Zwischen-Personen-Ebene als auch auf der Innerhalb-Personen-Ebene beobachtet, jedoch unterschied sich das Muster je nach Outcome. Auf der Zwischen-Personen-Ebene war CCL20 mit dem MDS-UPDRS Teil II assoziiert. Auf der innerhalb-Personen-Ebene zeigten sich robuste Effekte ausschließlich für die LEDD, wobei IL12B, CDCP1, TNFSF13B und FLRT2 eine signifikante longitudinale Kopplung mit Veränderungen der dopaminergen Medikation aufwiesen.



Schlussfolgerung

Die untersuchten Proteine spiegeln, je nach Marker und Outcome, sowohl stabile interindividuelle Unterschiede, als auch dynamische intraindividuelle Veränderungen wider. CCL20 erfasst möglicherweise die funktionelle Gesamtbelastung, während IL12B, CDCP1, TNFSF13B und FLRT2 eher Veränderungen im Zusammenhang mit Behandlungsintensität bzw. Krankheitsverlauf anzeigen. Multiplex-Proteomik könnte somit helfen, unterschiedliche biologische Signaturen bei Parkinson zu identifizieren und eine präzisere Stratifizierung von Subgruppen zu ermöglichen.  
 Morbus Parkinson; Proteomik; Liquid Biopsy; longitudinale Daten; Mixed-Effects-Modell; Biomarker; MSDA-Panel  
 
 –  
 Neurologie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Suette, Melanie; BSc BSc MSc
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Neurologie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Schwingenschuh, Petra; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ.
  Khalil, Michael; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. PhD.