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Medizinische Universität Graz
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Sprachversion
Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Untersuchung des Einflusses der Verbrennungstiefe auf die Sterblichkeit: Eine systematische Übersichtsarbeit zu drittgradigen Verbrennungen im Vergleich zu nicht-drittgradigen Verbennungen
Kurzfassung
Hintergrund: Die Verbrennungstiefe stellt eine kritische beeinflussende Größe für das Outcome von Patientinnen und Patienten dar, dennoch ist das Ausmaß ihres unabhängigen Beitrags zur Mortalität über verschiedene Populationen und Gesundheitssysteme hinweg unvollständig charakterisiert. Diese systematische Übersichtsarbeit zielt darauf ab, vorhandene Evidenz zu präsentieren, die Mortalitätszahlen von betroffenen Personen mit Verbrennungen dritten Grades mit denen von Personen mit ausschließlich nicht-drittgradigen Verbrennungen zu vergleichen. Potenzielle Störfaktoren wurden zusätzlich analysiert. Die gefundenen Datensätze wurden außerdem auf den Einfluss vom Ausmaß Verbrennungen dritten Grades auf die Mortalität untersucht.
Methoden: Eine umfassende Literaturrecherche wurde am 24. Juli 2025 in den Datenbanken PubMed und EMBASE durchgeführt. Es wurden Studien eingeschlossen, die zwischen 2015 und 2025 veröffentlicht wurden, absolute Zahlen für die Gesamtpopulation angaben, Personen mit Verbrennungen dritten Grades einschlossen und die exakte Angabe der Mortalität in diesen Gruppen berichteten. Ein unabhängiger Reviewer führte die Studienauswahl, Datenextraktion und Qualitätsbewertung mittels der Newcastle-Ottawa-Skala für Beobachtungsstudien durch; bei Unsicherheiten wurde ein zweiter Reviewer konsultiert, um über den Einschluss der Studie zu entscheiden. Der primäre Endpunkt war die Mortalität, wenn genauer angegeben das innerklinische Überleben. Sekundäre Endpunkte umfassten potenzielle Störfaktoren wie Alter, Geschlecht, verbrannte Körperoberfläche (vKOF%) und drittgradige vKOF% sowie deren Korrelation mit der Mortalität.
Ergebnisse: 16 Studien mit insgesamt 36.560 Patientinnen und Patienten erfüllten die Einschlusskriterien. Die gepoolte Mortalitätsrate war deutlich höher bei Verbrannten mit thermischen Verletzungen dritten Grades im Vergleich zu Personen mit nicht-drittgradigen Verbrennungen (20,4% im Vergleich zu 3,58%).
Schlussfolgerungen: Diese systematische Übersichtsarbeit liefert robuste Evidenz dafür, dass die Anwesenheit von Verbrennungen dritten Grades die Mortalität eindeutig erhöht. Die analysierten Daten konnten nicht beweisen, dass sie die Wahrscheinlichkeit der Mortalität über den Effekt der gesamten Verbrennungsgröße hinaus erhöhen, jedoch legt weiters eingeschlossene Literatur dies nahe, was in der Diskussion näher bezeichnet wird. Das Ausmaß der Beteiligung von Verbrennungen dritten Grades zeigt eine kritische prognostische Bedeutung, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit verbrannter Körperoberfläche >20%. Diese Befunde betonen die Einbeziehung der Verbrennungstiefe und des Prozentsatzes der drittgradig verbrannten Körperoberfläche in Mortalitätsmodelle, klinische Entscheidungsalgorithmen und Ressourcenallokationsstrategien für die Triage von Verbrennungspatientinnen und -patienten. Zukünftige Forschung sollte sich auf die Entwicklung und Validierung verfeinerter prognostischer Modelle konzentrieren, die die dosisabhängige Beziehung zwischen dem Ausmaß drittgradiger Verbrennungen und der Mortalität über verschiedene Patientenpopulationen hinweg berücksichtigen.
Schlagwörter
Verbrennungen; Verbrennungen dritten Grades; drittgradige Verbrennungen; Mortalität; systematische Übersichtsarbeit; Verbrennungstiefe; Prognose
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Schweighofer, Emily Mathilde
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Rief, Martin; Univ. OA Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
Mitbetreuer*in (intern)
Heri, Andreas; Dr.med.univ.
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