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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Zusammenhänge von intestinalem mit kutanem Mikrobiom bei Akne vulgaris
Kurzfassung
Hintergrund: Akne vulgaris ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Haar-Talgdrüsen-Einheit. Sie hat viele Ursachen und gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen, vor allem im Jugendalter. Neben Hormonen, Genetik und Ernährung spielt möglicherweise auch das Mikrobiom eine Rolle. Diese Arbeit geht der Frage nach, wie das Darmmikrobiom und das Hautmikrobiom bei Akne zusammenhängen und ob man daraus neue Ansätze für Therapie und Diagnostik ableiten kann. Die Hypothese ist, dass eine Dysbiose des Mikrobioms neben der hormonellen Dysbalance an der Entstehung von Akne beteiligt ist. Ziel ist es, alternative darmmikrobiomorientierte Ansätze darzustellen und daraus ein mögliches Therapiekonzept abzuleiten.
Methoden: In der Arbeit wurde eine strukturierte, narrative Literaturrecherche in PubMed durchgeführt. Nach festgelegten Ein- und Ausschlusskriterien wurden vor allem Arbeiten aus den Jahren 2010 bis Februar 2026 verwendet. Eingeschlossen wurden klinische Interventionsstudien, Meta-Analysen sowie systematische und narrative Reviews zu darm- und hautmikrobiombasierten Therapien.
Ergebnisse: Bei Akne findet sich häufig eine Dysbiose im Darm, die über die Darm-Haut-Achse zur Entzündung beitragen kann. Mikrobiom- und ernährungsbasierte Ansätze können die Akne verbessern. Am besten belegt sind orale Probiotika, vor allem als Ergänzung zur Standardtherapie. Prä-, Syn- und Postbiotika, eine niedrig-glykämische Ernährung, Supplementierung von Nahrungsergänzungen und topische Ansätze sind vielversprechend, aber durch kleine Stichproben und sehr heterogene Studien schwächer belegt. Für die Diagnostik gibt es Verfahren wie die 16S-rRNA-Sequenzierung. Diese werden bis jetzt aber nur in der Forschung eingesetzt und gehören nicht zur Routine.
Schlussfolgerung: Mikrobiom- und ernährungsbasierte Ansätze sind derzeit eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für die leitlinienkonforme Aknetherapie. Aufgrund der Zunahme von Antibiotikaresistenzen und einiger Nebenwirkungen der Therapien werden sie für die Zukunft wichtig werden. Um ihren Nutzen sicher zu belegen und klare Empfehlungen geben zu können, braucht es jedoch größere, standardisierte und placebokontrollierte Studien.
Schlagwörter
Darmmikrobiom, Hautmikrobiom, Darm-Haut-Achse, Akne vulgaris, darm- und hautmikrobiombasierte Therapien
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Weixler, Janine
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Kopera, Daisy; Ao.Univ.-Prof.i.R. Dr.med.univ.
Mitbetreuer*in (intern)
Moissl-Eichinger, Christine; Univ.-Prof. Dr.habil.rer.nat.
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