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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Dynamik des vaginalen Mikrobioms in der Schwangerschaft und seine Assoziation mit maternalen Faktoren und humanen Milch-Oligosacchariden (HMOs)
Kurzfassung
Diese retrospektive Studie beschäftigte sich mit der Frage, welche Veränderungen im vaginalen Mikrobiom im Verlauf der Schwangerschaft auftreten und wie diese möglicherweise durch maternale Faktoren, das kindliche Geschlecht oder die Konzentration und Komposition der humanen Milch-Oligosaccharide beeinflusst werden. Ein Verständnis über die Zusammensetzung des vaginalen Mikrobioms ist wichtig, da Dysbalancen mit einer Prävalenz für urogenitale Infektionserkrankungen und einem erhöhten Risiko für Schwangerschafts-komplikationen wie Frühgeburtlichkeit assoziiert sein können. Die untersuchte Kohorte umfasste 48 Frauen, von denen zu vier Messzeitpunkten in der Schwangerschaft vaginale Abstrichproben gesammelt wurden und mittels 16S rRNA Sequenzierung analysiert. Die Daten wurden durch Metadaten und HMO-Profilierung aus Urinproben ergänzt. Durchschnittlich zeigten sich auf Genus-Ebene stabil hohe Lactobacillus-Werte ohne beobachtbare Zunahme dieser Dominanz im Verlauf. Ab einem BMI über 22 konnte eine Tendenz für Diversitätserhöhung festgestellt werden. Steigenden BMI-Werte korrelierten mit erhöhten Abundanzen für Gardnerella und Finegoldia. Eine geringere Gewichtszunahme in der Schwangerschaft schien mit erhöhten relativen Anteilen für Gardnerella, eine erhöhte Gewichtszunahme mit Corynebacterium einherzugehen. Eine Assoziation zwischen reduzierten oder schwankenden Lactobacillus-Dominanzen bei erhöhtem mütterlichem Alter konnte nicht festgestellt werden. In Abhängigkeit des fötalen Geschlechts wurden bei Müttern weiblicher Föten höhere Lactobacillus-Dominanzen beobachtet, dieser Effekt trat bei positivem Sekretor-Status verstärkt auf. Sie zeigten auch anteilsmäßig höhere Werte für Gardnerella (ø 10%), während Mütter männlicher Föten höhere Abundanzen für Prevotella (ø 2,4%) aufwiesen. Sekretor-positive hatten 3,5-mal höhere Gardnerella Abundanzen, Sekretor-negative 2,7-mal höhere Prevotella Werte. Bezüglich Frühgeburten gab es keine assoziativen Auffälligkeiten im Mikrobiom. Alle untersuchten humanen Milch-Oligosaccharide stiegen in ihren Konzentrationen mit dem Gestationsalter an. Bei den von der FUT2/FUT3—Enzymaktivität abhängigen 2’FL und LDFT waren die Differenzen zwischen den Sekretor-Gruppen besonders groß. Direkte Effekte dieser HMOs auf die Komposition des vaginalen Mikrobiom konnten nicht gezeigt werden.
Schlagwörter
vaginales Mikrobiom, humane Milch-Oligosaccharide, Schwangerschaft
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Weißmair, Hannah Viviane
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Diagnostik & Forschungsinstitut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Moissl-Eichinger, Christine; Univ.-Prof. Dr.habil.rer.nat.
Mitbetreuer*in (intern)
Neumann, Charlotte Julia; MSc PhD.
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