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Medizinische Universität Graz
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Betreute Abschlussarbeiten
Sprachversion
Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Association Between Dietary Factors, Physical Activity and Markers of Immunological Aging
Kurzfassung
Hintergrund
Das immunologische Alter beschreibt den funktionellen und phänotypischen Zustand des Immunsystems einer Person und weicht oft erheblich vom tatsächlichen chronologischen Alter ab, was sich in der Anfälligkeit für Infektionen und der Entwicklung von chronischen Krankheiten äußern kann. Diese Veränderung, bekannt als Immunoseneszenz, beschreibt nicht die Abnahme der Funktion des Immunsystems, auch die Zusammensetzung der Immunzellen verändert sich und anhaltende Inflammation, sogenanntes Inflammaging, spielen eine entscheidende Rolle.
In dieser Arbeit wird der Einfluss von Ernährungsgewohnheiten und physischer Aktivität auf Immunmarker untersucht. Es wird angenommen, dass eine höhere Aufnahme von immunrelevanten Makro- und Mikronährstoffen und vermehrte körperliche Aktivität zu einem günstigeren immunologischen Phänotyp führt.
Methoden
Die Studie wurde im Jahr 2024 in Graz durchgeführt und schloss insgesamt 120 gesunde Teilnehmer*innen ein. Die Teilnehmer*innen im Alter von 40 Jahren und jünger (n=100) stellten die Vergleichsgruppe dar und wurden anhand von Laborparametern in drei Gruppen mit unterschiedlichen immunologischen Phänotypen eingeteilt (junges, mittleres und altes Immunsystem). Die Teilnehmenden >50 Jahre (n=20) stellten die Kontrollgruppe für die Laborwerte dar. Mittels Ernährungstagebüchern wurden die Ernährungsgewohnheiten über vier Tage erfasst. Die physische Aktivität wurde mit Hilfe spezieller Fragebögen ausgewertet. Anschließend erfolgte der Vergleich der Nährstoffaufnahme und sportlichen Belastung mit Markern des immunologischen Alters.
Ergebnisse
Von den initial 120 Teilnehmenden wurden die Ergebnisse von 87 in die finale Analyse aufgenommen. Statistisch signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen zeigten sich in der Aufnahme von Gesamtenergie, Protein, Zink, Selen und Niacin. Teilnehmer*innen mit einem phänotypisch jüngeren Immunsystem nahmen insgesamt weniger dieser Nährstoffe auf als Teilnehmende mit einem älteren Immunphänotypen.
Diskussion
Obwohl die Unterschiede statistisch signifikant waren, nahmen alle Teilnehmenden Nährstoffmengen innerhalb der empfohlenen Tagesdosis auf. Die Teilnehmer*innen mit phänotypisch älterem Immunsystem zeigten insgesamt eine größere Energieaufnahme, was darauf hindeutet, dass eher eine allgemeine Verringerung der Nahrungsaufnahme in der Gruppe mit jüngerem Immunsystem als die Zusammensetzung der Ernährung und Nährstoffdichte den beobachteten Zusammenhängen zugrunde liegen könnte.
Schlagwörter
immunosenescence, immunonutrition, immune system
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Günter, Sara Michele; Dr.med.univ.
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Lehrstuhl für Pathophysiologie und Immunologie
Studium
UO 999 004 Universitätslehrgang (ao. MA); Angewandte Ernährungsmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Lackner, Sonja; Sen.Lecturer Priv.-Doz. Mag. Mag. Dr.
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