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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Die klinische Relevanz der hämodynamischen Kreislaufsituation bei PatientInnen mit portalen Hypertonus – eine retrospektive Studie  
 Hintergrund und Ziele: Die Leberzirrhose und der portaler Hypertonus sind multifaktorielle Erkrankungen, welche mit zahlreichen pathophysiologischen Prozessen in verschiedenen Organsystemen einhergehen. Darauf basierend entsteht ein hyperdynamer Kreislauf, der sich wiederum auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Ziel dieser Arbeit ist es zu eruieren, inwieweit sich die hyperdyname Kreislaufsituation auf die körperliche Belastbarkeit, die rechtsventrikuläre Funktion sowie das Überleben auswirkt.



Methoden: Die von uns erhobene Datengrundlage bilden PatientInnen mit Leberzirrhose, die zwischen Juni 2011 und Juli 2016 am LKH-Universitätsklinikum Graz rekrutiert wurden. Die Gruppenvergleiche wurden bei normalverteilten Parametern mithilfe eines T-Tests für unabhängige Stichproben, sowie bei nicht-normalverteilten Parametern mithilfe des Mann-Whitney-U Tests durchgeführt. Gruppenvergleiche anhand des Child-Pugh Stadiums wurden mithilfe des Kruskal-Wallis Tests durchgeführt. Zur Korrelationsanalyse wurden der Pearson und Spearman-Rho Koeffizient verwendet. Überlebensanalysen wurden mithilfe von Log-Rank Tests durchgeführt und graphisch mit einer Kaplan-Meier-Überlebenskurve dargestellt.



Ergebnisse: Es wurden 197 PatientInnen retrospektiv analysiert und in Abhängigkeit des HZV, des Krankheitsstadiums und der TAPSE/sPAP Ratio in Gruppen eingeteilt. Dabei zeigte sich bei PatientInnen mit hyperdynamen Kreislauf ein geringeres 5-Jahres- (p-Wert 0,006) und 10-Jahres-Überleben (p-Wert 0,008). Ebenfalls zeigte sich bei diesen PatientInnen ein um 3,6 höherer MELD-Score (p-Wert 0,014) und ein um 2 höherer CP-Score (p-Wert 0,005). Bei den Laborwerten zeigte sich ein um 2,1 mg/dl erhöhtes Gesamtbilirubin (p-Wert 0,003), eine um 0,26 erhöhte INR (p-Wert 0,002) und ein um 2,7 g/dl reduziertes Hämoglobin (p-Wert 0,003). Es ließen sich hingegen keine statistisch signifikanten Auswirkungen auf die Rechtsherzfunktion und die Belastbarkeit nachweisen.



Schlussfolgerung: In unserer Studie ließ sich ein Einfluss des hyperdynamen Kreislaufzustandes auf das Überleben nachweisen. Der Einfluss auf die Rechtsherzfunktion und Belastbarkeit bedarf jedoch noch weiterer Forschung.

 
 hämodynamischen Kreislaufsituation - portalen Hypertonus - klinische Relevanz  
 
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 Humanmedizin interdisziplinär
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Linnemann, Georg Gisbert Ulrich
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Innere Medizin
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Douschan, Philipp; Univ. OA Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
  John, Teresa; Dr.med.univ. Dr.scient.med.