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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Peripher eingeführte zentralvenöse Katheter (PICC) bei Frühgeborenen < 28+0 Schwangerschaftswochen
Kurzfassung
EINLEITUNG
Peripher eingeführte zentralvenöse Katheter (PICC) stellen bei Frühgeborenen einen wichtigen venösen Gefäßzugang dar und werden auf neonatologischen Intensivstationen insbesondere zur längerfristigen parenteralen Ernährung und Medikamentengabe eingesetzt. Trotz ihrer breiten Anwendung existieren bislang nur wenige Daten zur Liegedauer, Lokalisation, Komplikationsraten und mikrobiologischen Befunden bei extrem frühgeborenen Kindern mit einem Gestationsalter von unter 28 Schwangerschaftswochen.
PATIENTINNEN UND METHODEN
Im Rahmen einer retrospektiven monozentrischen Analyse wurden Daten aller Frühgeborenen mit einem Gestationsalter von unter 28 Schwangerschaftswochen ausgewertet, die zwischen 2014 und 2023 an der neonatologischen Intensivstation der Medizinischen Universität Graz betreut wurden und bei denen mindestens ein PICC angelegt wurde. Demografische Daten sowie katheterrelevante Parameter – darunter Liegedauer, Lokalisation, Komplikationen, Grund der Entfernung und mikrobiologische Befunde der Katheterspitze – wurden retrospektiv aus archivierten Patientenakten erhoben. Die statistische Auswertung erfolgte mittels deskriptiver Statistik sowie Pearson-Korrelationsanalyse und Kruskal-Wallis-Test.
ERGEBNISSE
Insgesamt wurden 321 Frühgeborene mit einem medianen Gestationsalter von 25,1 Schwangerschaftswochen eingeschlossen. Bei 278 Kindern (86,6 %) wurde mindestens ein PICC erfolgreich etabliert, insgesamt wurden 509 Katheter gelegt. Die mediane Liegedauer betrug 247 Stunden (10,3 Tage). Die häufigste Einstichstelle war die Cubita (74,5 %), gefolgt von der Vena saphena (4,7 %). Häufigster Grund für die Katheterentfernung waren lokale Infektionszeichen (19,3 %). Bei 28 Kathetern konnte ein mikrobiologischer Erreger nachgewiesen werden, wobei Staphylococcus epidermidis mit 57 % dominierte. Die statistische Analyse zeigte keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Liegedauer und den Faktoren Lokalisation (p = 0,189), Gestationsalter (r = −0,085, p = 0,056) oder Geburtsgewicht (r = −0,032, p=0,470).
SCHLUSSFOLGERUNG
PICC erwiesen sich als sicherer und praktikables Verfahren zur längerfristigen intravenösen Versorgung extrem frühgeborener Kinder. Weder Gestationsalter, Geburtsgewicht noch Lokalisation zeigten einen signifikanten Einfluss auf die Liegedauer. Zur Verlängerung der PICC-Verweildauer sollte daher die konsequente Prävention vermeidbarer Komplikationen, insbesondere katheterassoziierter Blutstrominfektionen, im Vordergrund stehen.
Schlagwörter
PICC, Frühgeborene, Neonatologie Graz
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Oberlercher, Elena Lilli
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Wolfsberger, Christina Helene; Univ. FÄ Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
Mitbetreuer*in (intern)
Schwaberger, Bernhard; Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
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