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Medizinische Universität Graz    

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Masterarbeit (wissenschaftlich) - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Planetary Health in der Radiologietechnologieausbildung - Eine vergleichende Analyse der Bachelorstudien-Curricula in Österreich und Finnland  
 Der Klimawandel und die fortschreitende Umweltzerstörung beeinflussen zunehmend die menschliche Gesundheit, sowie Gesundheitssysteme weltweit. Gleichzeitig trägt das Gesundheitswesen selbst erheblich zu Treibhausgasemissionen, materiellem Ressourcenverbrauch, Energieverbrauch und Verursachung von Abfall bei. Radiologie und Strahlentherapie gelten dabei als besonders ressourcenintensive Bereiche des Gesundheitswesens. Vor diesem Hintergrund gewinnen Planetary Health und Nachhaltigkeit auch zunehmend an Bedeutung in der radiologietechnologischen Ausbildung und in der Berufspraxis.

Ziel dieser Arbeit war es, zu untersuchen, in welchem Ausmaß Planetary Health in den Curricula radiologietechnologischer Bachelorstudien in Österreich und Finnland integriert ist. Hierfür wurde eine qualitative Dokumentenanalyse unter Anwendung eines vierstufigen Verfahrens (READ-Methode) durchgeführt. Als analytischer Rahmen diente das Planetary Health Education Framework (PHEF). Analysiert wurden öffentlich zugängliche Curricula österreichischer und finnischer Bachelorstudien in Radiologietechnologie anhand der fünf PHEF-Domänen: Verbundenheit mit der Natur, Das Anthropozän und Gesundheit, Systemdenken und Komplexität, Gerechtigkeit und soziale Fairness, gesellschaftlicher Wandel und Systemtransformation.

Die Ergebnisse zeigen, dass Planetary-Health-bezogene Inhalte in den Curricula beider Länder vorhanden sind, ihre Integration jedoch uneinheitlich und häufig implizit erfolgt. Finnische Curricula wiesen insgesamt eine stärkere und explizitere Integration von Nachhaltigkeits-, Verantwortungs- und systemorientierten Kompetenzen auf, während österreichische Curricula diese Aspekte überwiegend indirekt über Themen wie Strahlenschutz, Ethik, Patient*innensicherheit und professionelle Verantwortung behandelten. In beiden Ländern waren insbesondere Systemdenken, interprofessionelle Zusammenarbeit und ethische Kompetenzen stärker vertreten als direkte klima- oder umweltbezogene Inhalte wie das Anthropozän oder planetare Belastungsgrenzen. Gleichzeitig enthielten einzelne Curricula explizite nachhaltigkeitsbezogene Inhalte, darunter Lehrveranstaltungen zu nachhaltiger Entwicklung, Klimakompetenz und Umweltverantwortung.

Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass nachhaltigkeitsbezogene Kompetenzen innerhalb der radiologietechnologischen Ausbildung zunehmend an Bedeutung gewinnen, während explizite Planetary Health-Bildung bislang nur begrenzt integriert ist. Die Arbeit zeigt das Potenzial einer stärkeren Verankerung von Planetary Health und Nachhaltigkeitskompetenzen in radiologietechnologischen Curricula auf, um zukünftige Radiologietechnolog*innen besser auf ökologische und gesundheitliche Herausforderungen vorzubereiten und einen Beitrag zu nachhaltigeren Gesundheitssystemen zu leisten.

 
 Planetary Health;Radiologietechnologie;Curriculumanalyse;Nachhaltigkeit;Hochschulbildung  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Aschacher, Stefan; BSc
Betreuende Einrichtung / Studium
  Medizinische Universität Graz
 UO 066 333 Masterstudium; Interprof. Gesundheitswissenschaften  
Betreuung / Beurteilung
  Großschädl, Franziska; Priv.-Doz. Dr.scient.med. BSc MSc
  Haaranen, Ari; PhD