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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Insulinome - Seltene funktionelle neuroendokrine Tumore Eine retrospektive Fallstudie und Literaturrecherche  
 Hintergrund

Insulinome sind seltene funktionelle neuroendokrine Tumore, die primär im Pankreas lokalisiert sind und Insulin produzieren. Diese präsentieren sich klinisch durch adrenerge und neuroglykopenische Symptome einer Hypoglykämie. Ist die Whipple-Trias erfüllt, erfolgt der Nachweis einer endogenen autonomen Hyperinsulinämie mittels eines 72-Stunden-Fastentests. Zur Lokalisation dieser Neoplasien können verschiedene Verfahren angewandt werden. Die klinische Präsentation eines Insulinoms ist jedoch häufig unspezifisch und es zeigen sich diagnostische und therapeutische Herausforderungen.



Ziele

Ziel dieser Arbeit war es, die klinischen und diagnostischen Charakteristika sowie die Behandlungsstrategien von Insulinompatient:innen zu erheben und systematisch aufzuarbeiten. Die Beschreibung dieser Fallserie und die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen zukünftigen Anwender:innen als ein kompaktes, praxisorientiertes Nachschlagewerk dienen und einen Beitrag zur Sensibilisierung für die diagnostische und therapeutische Komplexität dieses Krankheitsbildes leisten.



Methoden

Es erfolgte eine retrospektive Erhebung von Patient:innen, die zwischen 2014 und 2024 an der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie vorstellig wurden und bei denen im weiteren Verlauf ein Insulinom diagnostiziert wurde. Diese Daten umfassten anamnestische, diagnostische und therapeutische Informationen, welche anschließend analysiert, grafisch dargestellt sowie miteinander verglichen und zusammengefasst wurden.



Ergebnisse

Die in dieser Arbeit untersuchten Patient:innen unterschieden sich hinsichtlich ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Symptomatik und ihrer Komorbiditäten. In der biochemischen Testung zeigten sich über die gesamte Patient:innengruppe hinweg erhöhte Insulin-, Proinsulin- und C-Peptid-Spiegel. Der zusätzlich durchgeführte Fastentest fiel bei allen Patient:innen positiv aus. Die bildgebende Diagnostik gestaltete sich teilweise komplex, da bis zu sechs verschiedene Verfahren pro Patient:in zum Einsatz kamen. Fast alle Patient:innen wurden operativ behandelt, lediglich eine Patientin erhielt eine medikamentöse Therapie. Die Mehrheit nutzte zusätzlich einen Glukosesensor zur Therapieunterstützung.



Conclusio

Die Diagnostik und Therapie von Insulinomen erfordert ein hohes Maß an interdisziplinärer Zusammenarbeit. Eine enge Vernetzung verschiedener Fachrichtungen in spezialisierten Zentren ist entscheidend, um eine präzise Diagnosestellung und eine individuell optimale Therapie zu gewährleisten.  
   
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Harnisch, Lisa Marlene
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Innere Medizin
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Treiber, Gerlies; Univ. FÄ Priv.-Doz. Dr.med.univ. MSc
  Constantini-Kump, Patrizia; Univ. FÄ Priv.-Doz. Dr.med.univ.