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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Klinische Evaluierung von implantatretinierten Versorgungen bei Patient*innen mit Implantaten im Oberkiefer
Kurzfassung
Schlagworte: marginales Knochenniveau, Implantatliegedauer, Implantatüberleben, implantatretinierte Versorgung
Studienziel: Ziel dieser Studie war es, die Implantatüberlebensrate (ISR) verschiedener Implantatsysteme sowie den periimplantären Knochenverlust bei Patient*innen mit Implantatversorgungen im Oberkiefer zu analysieren. Darüber hinaus wurden die Implantate im Hinblick auf biologische und technische Komplikationen beurteilt und die Zufriedenheit der Patient*innen mittels Fragebogen evaluiert.
Material und Methoden: 166 Personen, welche im Zeitraum zwischen 1998 und 2019 ein oder mehrere Implantate von Herrn Univ.- Prof. Dr. Martin Lorenzoni an der klinischen Abteilung für Zahnerhaltung, Parodontologie und Zahnersatzkunde an der Universitätsklinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit Graz mit anschließender Versorgung mittels prothetischer Suprastruktur erhalten haben, nahmen an dieser Studie teil. Insgesamt wurden 487 Implantate untersucht und anschließend statistisch ausgewertet. Es erfolgte eine Einteilung der Liegedauer der Implantate in drei Gruppen: 0-<5 Jahre (short-term), 5-10 Jahre (mid-term) und >10 Jahre (long-term). Die radiologische Datenauswertung erfolgte anhand von Kleinbildröntgenaufnahmen in Rechtwinkeltechnik am Tag der Implantation sowie beim Kontrolltermin. Die Erhebung der klinischen Daten (Sondierungsstatus, PI, BOP) sowie die Datenerhebung mittels Fragebogen (Gesundheitsdaten, subjektive Patient*innenzufriedenheit) fand am Tag der Kontrolle statt. Anschließend wurden die Daten deskriptiv und explorativ statistisch ausgewertet.
Ergebnisse: Die durchschnittliche Liegedauer der Implantate lag bei 9,62 Jahren. Bei den 487 untersuchten Implantaten, kam es bei 8 Implantaten zu einem Implantatverlust, wodurch sich eine Überlebensrate von 98,4% ergab. Der durchschnittliche Knochenverlust zum Zeitpunkt der Kontrolle lag bei 1,07mm und entsprach einer durchschnittlichen Resorptionsrate von 0,69mm. In der short-term Gruppe zeigte sich eine mittlere Resorption von 0,40mm, in der mid-term Gruppe 0,45mm und in der long-term Gruppe 0,97mm. Insgesamt wurden 21 biologische und 26 technische Komplikationen erfasst.
Konklusion: Die Studie zeigt eine Implantatüberlebensrate von 98,4%. Diese Ergebnisse liegen, bei gleichzeitig physiologischen Knochenresorptionsraten in der short- und mid-term Gruppe, leicht über den in der Literatur berichteten Werten. Langfristig wurde jedoch ein signifikanter Anstieg der marginalen Knochenresorption beobachtet, der mit bekannten Risikofaktoren wie Rauchen und unzureichender Mundhygiene assoziiert ist. Insgesamt bestätigen die Daten trotz methodischer Limitationen die hohe Langzeitstabilität implantatgetragener Versorgungen. Für zukünftige Studien sind prospektive, standardisierte Langzeitstudien mit einheitlichen Implantatsystemen sowie prothetischen Konzepten erforderlich. Multizentrische Studien mit größeren homogenen Kollektiven können zudem helfen, positions-, material- und systemabhängige Effekte gezielter zu isolieren.
Schlagwörter
marginales Knochenniveau, Implantatliegedauer, Implantatüberleben, implantatretinierte Versorgung
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Malliga, Hanna
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit
Studium
UO 203 Zahnmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Theisen, Kerstin; Univ. ZÄ Dr.med.dent.
Mitbetreuer*in (intern)
Lorenzoni, Martin; Ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ.
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