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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Klinische Evaluierung von festsitzenden und abnehmbaren implantatretinierten Suprastrukturen im Unterkiefer: eine retrospektive Analyse  
 Studienziel: Das Hauptziel dieser retrospektiven Studie war es, den Langzeiterfolg festsitzender und abnehmbarer implantatretinierter Suprastrukturen im Unterkiefer zu untersuchen und zu vergleichen. Im Fokus standen die Implantatüberlebensrate, das periimplantäre marginale Knochenniveau beziehungsweise der marginale Knochenverlust, biologische und technische Komplikationen, klinische Parameter sowie die subjektive Patient*innenzufriedenheit.

Material und Methoden: In der vorliegenden Studie wurden 182 Patient*innen mit insgesamt 513 Implantaten im Unterkiefer eingeschlossen, die an der Universitätsklinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit Graz von Univ.-Prof. Dr. Martin Lorenzoni implantologisch versorgt worden waren. Die Datenerhebung erfolgte anhand klinischer und radiologischer Kontrolluntersuchungen sowie mittels deskriptiver und explorativer statistischer Auswertung. Erfasst wurden unter anderem Sondierungstiefe (ST), Bleeding on Probing (BOP), Plaque-Index (PI) und Periotest. Zusätzlich wurden mögliche Risikofaktoren erhoben und die subjektive Patient*innenzufriedenheit mithilfe des OHIP-G 14 sowie eines eigens entwickelten Fragebogens erfasst. Zur Bestimmung des marginalen Knochenniveaus wurden digitale Kleinbildröntgenaufnahmen in Rechtwinkeltechnik ausgewertet und die marginale Knochenresorption anhand der Differenz zwischen postoperativen und späteren Kontrollaufnahmen berechnet.

Ergebnisse: Bei einer mittleren Implantatliegedauer von 10,5 Jahren (SD ± 6,3) ergab sich aufgrund von sieben Implantatverlusten eine Implantatüberlebensrate von 98,6%. Das durchschnittliche marginale Knochenniveau betrug postoperativ

-0,72mm (SD ± 0,93) und zum Kontrollzeitpunkt -1,15mm (SD ± 1,26). Daraus ergab sich eine durchschnittliche Knochenresorption von 0,43mm (SD ± 1,13) beziehungsweise eine mittlere jährliche Resorptionsrate von 0,06mm. Insgesamt wurden 30 technische und 21 biologische Komplikationen dokumentiert. Die Patient*innenzufriedenheit war insgesamt hoch, und die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität zeigte im OHIP-G 14 nur geringe Einschränkungen mit einem durchschnittlichen Ergebnis von 3,3 Punkten.

Konklusion: Implantatretinierte Suprastrukturen im Unterkiefer weisen auch langfristig stabile klinische Ergebnisse und eine hohe Implantatüberlebensrate auf. Die beobachtete Überlebensrate von 98,6% sowie die durchschnittliche marginale Knochenresorption liegen im Bereich vergleichbarer Langzeitstudien. Unterschiede zwischen festsitzenden und abnehmbaren Versorgungen zeigten sich vor allem hinsichtlich einzelner Aspekte der Knochenresorption und technischer Komplikationen. Als mögliche Einflussfaktoren auf die marginale Knochenresorption erwiesen sich insbesondere Zigarettenkonsum, Implantatlänge, Implantatdurchmesser sowie die Implantatposition. Um belastbarere Aussagen treffen zu können, sind weitere Studien mit größeren Fallzahlen erforderlich.  
 dentale Implantate; implantatretinierte Suprastrukturen; Implantatüberleben; marginales Knochenniveau  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Hemetsberger, Alina
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit
 UO 203 Zahnmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Steyer, Elisabeth; Univ. ZÄ Dr.med.dent.
  Lorenzoni, Martin; Ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ.