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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Conduction System Pacing - Eine neue Ära in der Devicetherapie
Kurzfassung
Einleitung: Bradykarde Herzrhythmusstörungen stellen eine der häufigsten Diagnosen auf kardiologischen Abteilungen dar. Ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung jenes Krankheitsbildes ist die Devicetherapie. Die bislang primär angewandte rechtsventrikuläre Stimulationsmethode führt im Verlauf zur Entstehung kardialer Dyssynchronien. Basierend auf diesen Limitationen wurde nach einer physiologischeren Stimulationsmethode geforscht und Conduction System Pacing (CSP) entwickelt. Mittels der Methode der direkten Stimulation des kardialen Reizleitungssystems wird eine annähernd physiologische Herzaktivität erreicht. Das Ziel dieser Diplomarbeit ist es einen Überblick über CSP zu vermitteln und dessen klinische Relevanz in der Devicetherapie aufzuzeigen.
Methodik: Die Erstellung dieser wissenschaftlichen Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche. Für die Recherche wurden renommierte Datenbanken wie PubMed, ScienceDirect und Thieme eRef herangezogen. Die Suche wurde mittels definierter Suchbegriffe und dessen Kombination mit Operatoren optimiert. Zudem wurde elektronische Lehr- und Fachliteratur der Bibliothek der Medizinischen Universität Graz verwendet. Außerdem wurden klinisch relevante und rezente Leitlinien in die Arbeit integriert.
Ergebnisse: CSP hat in den letzten Jahren zunehmende Relevanz in der Devicetherapie erhalten und soll im ausgewählten Patienten*innenkollektiv und bei vorhandener Expertise als primäre Implantationstechnik angestrebt werden. Die Entstehung ventrikulärer Dyssynchronien und das folgende Risiko einer schrittmacherinduzierten Kardiomyopathie, als Komplikation der rechtsventrikulären Herzschrittmachersysteme, wird dadurch vermieden. CSP erzielt, basierend auf der direkten Stimulation des linken Tawara-Schenkels (LBBP) oder His-Bündels (HBP), eine exzellente physiologische Erregungsleitung im Herzen. Die erhaltene Synchronität der Ventrikel, die erzielten schmalen QRS-Komplexe und die positive Auswirkung auf die LVEF sind relevante Faktoren, welche die kardiale Funktion und Lebensqualität der Individuen positiv beeinflussen. Laut den aktuellen ESC-Leitlinien wird jene Form der Devicetherapie, Individuen mit hochgradigem AV-Block oder hohem ventrikulären Stimulationsbedarf empfohlen. Zudem wird CSP zunehmend als Alternative zur kardialen Resynchronisationstherapie eingesetzt. In spezifischen Fällen kann ein CRT-System mit einem CSP-System kombiniert werden: Das sogenannte „HOT-CRT“ und „LOT-CRT“ beschreibt die Kombination der linksventrikulären CRT-Elektrode mit einer HBP- oder LBBP-Elektrode, zur Optimierung des kardialen Outcomes.
Conclusio: Als Fazit zeigt sich, dass CSP als physiologische Alternative zur konventionellen rechtsventrikulären Devicetherapie fungiert. Demnach soll CSP zukünftig als primäre Implantationsmethode angestrebt werden. Basierend auf der direkten Stimulation des nativen Reizleitungssystems wird eine weitgehend physiologische Herzaktivität, sowie die signifikante Reduktion der QRS-Komplex-Dauer erzielt. Im Zuge der klinischen Anwendung und deren Ergebnisse hat LBBP, HBP weitgehend abgelöst. Trotz der bisherigen Erkenntnisse sind die Ergebnisse zahlreich laufender randomisiert kontrollierter Studien abzuwarten, um die Indikationen für CSP genauer definieren zu können.
Schlagwörter
Devicetherapie; Conduction System Pacing; LBBP; HBP; HOT-CRT; LOT-CRT; Herzinsuffizienz; Bradyarrhythmie
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Fasching, Laura Maxima
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Innere Medizin
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Scherr, Daniel; Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ.
Mitbetreuer*in (intern)
Wenger, Stefan; Ass.-Arzt. Dr.
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