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Medizinische Universität Graz
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Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Vorhersage der Wiederherstellung der postoperativen Hypophysenfunktion anhand der Lage und des Volumens der Drüse im präoperativen MRT
Kurzfassung
Ziel dieser Diplomarbeit war es zu untersuchen, ob präoperative MRT-Parameter der Hypophyse, insbesondere das Volumen der normalen Residualhypophyse sowie deren Lage relativ zum Adenom, mit der postoperativen Veränderung der Hypophysenfunktion assoziiert sind. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob sich anhand morphologischer Merkmale im präoperativen MRT eine postoperative endokrine Erholung oder Verschlechterung vorhersagen lässt.
In diese retrospektive monozentrische Studie wurden 255 Patientinnen und Patienten mit Hypophysenmakroadenomen eingeschlossen, die zwischen 2013 und 2022 an der Medizinischen Universität Graz operiert wurden. Erfasst wurden präoperative und postoperative endokrinologische Daten sowie präoperative MRT-Untersuchungen. Die postoperative Hypophysenfunktion wurde anhand der Veränderung der Anzahl insuffizienter Hypophysenachsen nach 12 Monaten als „better“, „unchanged“ oder „worse“ klassifiziert. Im MRT wurden das Tumorvolumen, die maximale Tumorgröße, das Volumen der normalen Residualhypophyse sowie deren Lage nach der modifizierten Di-Maio-Klassifikation als superior oder lateral bestimmt.
Die Auswertung zeigte, dass ein größeres präoperatives Residualhypophysenvolumen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für eine postoperative Verbesserung der Hypophysenfunktion assoziiert war. Patientinnen und Patienten mit verbessertem postoperativem Outcome wiesen im Mittel ein höheres Residualvolumen auf als jene ohne Verbesserung. Auch in der Analyse nach Volumen-Tertilen nahm der Anteil an Verbesserungen mit steigendem Residualvolumen zu. In den logistischen Regressionsmodellen blieb dieser Zusammenhang auch nach Adjustierung für Alter, Geschlecht, Tumorgröße, präoperative Achseninsuffizienz, Lage der Residualhypophyse und postoperative Radiotherapie bestehen.
Hingegen zeigte sich kein stabiler unabhängiger Zusammenhang zwischen Residualvolumen und postoperativer Verschlechterung der Hypophysenfunktion.
Für die Lage der Residualhypophyse relativ zum Tumor ergab sich kein signifikanter Zusammenhang mit dem postoperativen endokrinen Outcome. Weder in der deskriptiven Analyse noch in den Regressionsmodellen zeigte die dichotome Einteilung in superior versus lateral eine unabhängige prognostische Aussagekraft.
Zusammenfassend sprechen die Ergebnisse dieser Studie dafür, dass das präoperative Volumen der normalen Residualhypophyse als bildmorphologischer Marker für das Potenzial einer postoperativen funktionellen Erholung relevant sein kann. Die topographische Lage der Drüse allein scheint hingegen keinen eigenständigen prädiktiven Wert zu besitzen. Die Ergebnisse unterstützen damit eine integrierte präoperative Risikostratifizierung unter Berücksichtigung von Residualvolumen, Tumorausdehnung und präoperativem endokrinem Status.
Schlagwörter
Hypophysenadenom
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Sachgebiete
Neurochirurgie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Graf, Johannes
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Neurochirurgie
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Micko, Alexander; Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
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