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Medizinische Universität Graz    

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Bibliografische Informationen
 Die Wirkung von Dupilumab auf die SNOT-22-Domänen und die einzelnen Item-Scores bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen - eine retrospektive Studie  
 Die chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der oberen Atemwege. Sie ist durch besonders schwere Krankheitsverläufe gekennzeichnet und geht häufig mit einem starken Einfluss auf die Lebensqualität einher. Bei schwerer, therapieresistenter CRSwNP hat sich der monoklonale Antikörper Dupilumab als hocheffektive Therapie etabliert. Durch die Blockade der IL-4-Rezeptor-α-Untereinheit kann er die IL-4- und IL-13-Signalübertragung blockieren und greift somit in die zwei wesentlichen Signalwege bei der Entstehung von CRSwNP ein. Bisherige Studien haben gezeigt, dass Dupilumab die Krankheitslast der Patient*innen deutlich reduzieren kann, jedoch ist noch nicht ausreichend untersucht, ob die Therapie einen positiven Effekt auf alle Symptomgruppen der Erkrankung hat.

Um dies genauer zu evaluieren, wurde in dieser retrospektiven, longitudinalen Kohortenstudie der Einfluss auf die vier SNOT-22 Domänenscores, sowie auf die individuellen Itemscores ermittelt. Insgesamt wurden 89 erwachsene Personen mit schwerer, therapieresistenter CRSwNP über einen Zeitraum von sechs Monaten mit Dupilumab behandelt. Die Behandlung erfolgte in der rhinologischen Ambulanz der Universitätsklinik für Hals-, Nasen-, und Ohrenheilkunde in Graz, Österreich.

Zur Beurteilung des Therapieerfolgs wurden zu Therapiebeginn und im Rahmen des sechsmonatigen Kontrolltermins der Nasal Polyp Score (NPS) nach Meltze, sowie der SNOT-22 ermittelt. Dabei hat sich gezeigt, dass Dupilumab den NPS um durchschnittlich 3.5 Punkte, und den SNOT-22 um 29.2 Punkte reduzieren konnte. Zusätzlich haben die Untersuchungen ergeben, dass die Scores aller vier SNOT-22 Domänen nach sechsmonatiger Behandlung signifikant verbessert werden konnten. Der stärkste Effekt wurde in der nasalen Domäne (92% der Patient*innen) beobachtet, gefolgt von den Domänen „Schlaf“ (72%), „emotionale Symptome“ (67%), und „otologische Symptome/ Gesichtsschmerz“ (61%). Auch bei der Analyse der einzelnen Items zeigte sich eine signifikante Verbesserung in allen 22 Items. Der stärkste Effekt konnte hier beim Item „verstopfte Nase“ erzielt werden, gefolgt von den Symptomen „Drang zum Schnäuzen“, „verminderter Geruchs-/ Geschmackssinn“, „dickes schleimiges Nasensekret“ und „Sekretfluss in den Rachen“. Diese Symptome zählen auch zu jenen Symptomen, die zu Beginn der Therapie besonders stark ausgeprägt waren.

Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass Dupilumab eine hocheffektive und klinisch relevante Therapieoption bei schwerer, therapieresistenter CRSwNP darstellt. Durch die Analyse der SNOT-22 Domänen- und Itemscores kann die Wirkung von Dupilumab noch differenzierter beurteilt und die Effekte besser verstanden werden. In Zukunft kann die Therapie so individualisierter beurteilt, und therapeutische Entscheidungen besser an die subjektiven Bedürfnisse der unterschiedlichen Patient*innen ausgerichtet werden.

 
 CRSwNP; SNOT-22; Dupilumab  
 
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 Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Staudinger, Jakob
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Andrianakis, Alexandros; Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
  Moser, Ulrich Christian; Univ. FA Dr.med.univ.