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Medizinische Universität Graz    

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Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Kaueffizienz von Unterkieferprothesen auf 2 und 6 Implantaten mit standardisierten Kaufunktionstesteinheiten: Eine Pilotstudie  
 Ziel der vorliegenden Studie war die Evaluierung der Kaueffizienz bei zahnlosen Patienten mit prothetischer Versorgung des Unterkiefers sowie die Untersuchung des Einflusses unterschiedlicher Implantatanzahl auf die Kaufunktion. Hierzu wurde in drei Versorgungsschritten gemessen: zunächst mit einer schleimhautgetragenen Totalprothese, anschließend mit einer provisorischen Stegprothese auf zwei Implantaten und abschließend mit einer definitiven Stegprothese, verankert auf 6 Implantaten. Als Messinstrument diente der Fragmentationstest von Orehab Minds® unter standardisierten Bedingungen mit elastischer Modellnahrung (SKTE) auf Gelatinebasis. Die Erhebungen erfolgten jeweils nach einer funktionellen Adaptationsphase von 4 bis 8 Wochen nach Eingliederung der jeweiligen prothetischen Arbeit. Parallel dazu wurde das subjektive Empfinden der Probanden hinsichtlich der Kaufunktion mittels Fragebögen zu unterschiedlichen Zeitpunkten erhoben.

Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Verbesserung der Kaueffizienz mit zunehmender Implantatanzahl. Dabei fiel der Leistungszuwachs zwischen zwei und sechs Implantaten im Fragmentationstest größer aus als der zwischen Totalprothese und der Prothese auf zwei Implantaten, auch wenn subjektiv die erste Umstellung von den Probanden als bedeutender wahrgenommen wurde.

Ein wesentlicher Einflussfaktor für die gemessene Kaueffizienz war die Qualität der prothetischen Versorgung des Gegenkiefers. Insuffiziente Oberkieferprothesen schränkten die Kaufunktion deutlich ein, selbst bei optimal verankerten Unterkieferprothesen. Die Ergebnisse der Fragebögen zur subjektiven Bewertung der Kaufunktion zeigten insgesamt keine zuverlässige Korrelation mit den objektiven Messdaten des Kaueffizienztests.

Trotz der eingeschränkten Aussagekraft aufgrund der geringen Probandenzahl lassen sich klare Tendenzen hinsichtlich der positiven Wirkung einer zunehmenden Implantatzahl auf die objektive Kaueffizienz erkennen. Die Studie unterstreicht die Bedeutung einer ausreichenden Implantatanzahl sowie einer hochwertigen Gegenkiefer-Versorgung für eine funktionell erfolgreiche implantatprothetische Rehabilitation des zahnlosen Unterkiefers.



 
 Implantatanzahl; zahnloser Unterkiefer; Stegprothese; Kaueffizienztest  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Krizmanich, Tereza
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit
 UO 203 Zahnmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Lorenzoni, Martin; Ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ.
  Sokolowski, Alwin; Univ. ZA Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med. Dr.med.dent.