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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Quantitative Analyse von viszeralem, subkutanem und intermuskulärem pelvinem Fett bei Prostatakrebs in der multiparametrischen MRT der Prostata - gibt es eine Korrelation mit der PI-RADS-Klassifizierung?  
 Hintergrund: Das Prostatakarzinom zählt zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen bei Männern. Diagnose und Risikostratifizierung basieren auf klinischen, laborchemischen und bildgebenden Parametern, insbesondere PSA und mpMRT (PI-RADS v2.1). Während Adipositas und Hypertonie mit aggressiverem Prostatakrebs assoziiert sind, bilden Surrogatmarker wie der BMI lokale Fettgewebseigenschaften der tumorrelevanten Mikroumgebung nur unvollständig ab. Anders als Studien mit Fokus auf periprostatischem Fett untersuchte diese Arbeit breitere pelvine Fettkompartimente (viszeral, subkutan, intermuskulär) und deren Korrelation mit dem PI-RADS v2.1-Score.



Material und Methoden: In dieser retrospektiven Studie wurden mpMRT-Datensätze von 51 Patienten mit histologisch gesichertem Prostatakarzinom unter Verwendung von 3D Slicer analysiert. Manuelle und halbautomatische Segmentierungstechniken wurden angewendet, um lineare und volumetrische Parameter der lokalen pelvinen Fettkompartimente zu quantifizieren. Der Zusammenhang zwischen diesen aus der Segmentierung abgeleiteten Fettparametern und dem PI-RADS v2.1-Score wurde mittels Spearman-Korrelationsanalyse bewertet.



Resultate: Es wurde kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen den lokal quantifizierten pelvinen Fettparametern und dem PI-RADS v2.1-Score beobachtet. Im Gegensatz dazu zeigte der PI-RADS v2.1-Score signifikante positive Korrelationen mit dem radiologisch determinierten Tumorvolumen sowie mit histopathologischen Parametern der Tumoraggressivität. Explorative Subanalysen ergaben eine schwache, aber statistisch signifikante positive Korrelation zwischen dem Fett-Muskel-Verhältnis und dem Tumorvolumen.



Schlussfolgerung: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass in dieser Kohorte kein direkter Zusammenhang zwischen den absoluten Werten der Volumina oder der Dicke der pelvinen Fettkompartimente und dem PI-RADS v2.1-Score besteht. Dies steht im Widerspruch zu Studien, die eine Korrelation zwischen prostatanahem Fettgewebe und Tumoraggressivität belegen. Der explorative Befund eines Zusammenhangs zwischen Fett-Muskel-Verhältnis und Tumorvolumen bedarf weiterer Untersuchungen mit größeren Kohorten und präziseren Charakterisierungsmethoden, einschließlich spezifischer periprostatischer Parameter.  
 Prostatakarzinom; Multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT); PI-RADS v2.1; Pelvine Fettkompartimente; 3D Slicer; Segmentierung  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Ajanovic, Adna
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Radiologie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Fuchsjäger, Michael; Univ.-Prof. Dr.med.univ.
  Talakic, Emina; Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. MBA