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Medizinische Universität Graz    

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Bibliografische Informationen
 Unterschiede in der Notwendigkeit von endotrachealen Intubationen im Schockraum zwischen Tag- und Nachtdienstzeiten  
 Einleitung:

Die endotracheale Intubation ist ein kritischer Eingriff in der Notfallmedizin, der die

Atemwege sichert und die Überlebenschancen von Patient*innen erhöht. Jedoch besteht die Vermutung, dass es einen Unterschied in der Häufigkeit und Durchführung dieser Eingriffe zwischen Tag- und Nachtdienstzeiten gibt. Dies könnte auf verschiedene Human Factors wie Müdigkeit, Teamdynamik, Erfahrungslevel und Ressourcenverfügbarkeit zurückzuführen sein. Ziel dieser Arbeit ist, diese Unterschiede zu untersuchen und mögliche Faktoren zu identifizieren, die zu Diskrepanzen führen.



Methoden:

Schockraumprotokolle aus dem Jahr 2022 wurden herangezogen, wobei insgesamt 200 Protokolle in die Analyse eingeschlossen wurden. Der Schwer-punkt lag auf Patient*innen, die den Schockraum mit einer Atemwegssicherung verließen. Anhand dieser Daten wurde untersucht, ob ein signifikanter Unterschied in der Häufigkeit der notwendigen Intubationen zwischen Tag- und Nachtdienst besteht.



Ergebnisse:

In der Tagdienstzeit (7.00-18.59 Uhr) wurden 125 Personen intubiert, davon 113 präklinisch und 12 (9,6%) im Schockraum. In der Nachtdienstzeit (19.00-06.59 Uhr) wurden 75 Personen intubiert, davon 72 präklinisch und drei (4%) im Schockraum. 185 Patient*innen (92,5%) erhielten eine präklinische Atemwegssicherung, 113 (61,1%) davon am Tag, 72 (38,9%) in der Nacht. Es konnte kein signifikanter Unterschied in der Häufigkeit von präklinischen Intubationen in der Nachtdienstzeit festgestellt werden.



Schlussfolgerung:

Die Analyse zeigt, dass sich die Häufigkeit präklinischer endotrachealer Intubationen zwischen Tag- und Nachtdienstzeiten statistisch nicht signifikant unterscheidet. Dies deutet darauf hin, dass der Faktor Tageszeit die Entscheidung zur Intubation offenbar nicht wesentlich beeinflusst. Deutlich erkennbar ist jedoch, dass die Einsatzzahlen am Tag, und somit die Intubationszahl präklinisch als auch innerklinisch höher sind. Zur weiteren Absicherung der Ergebnisse wären größere Studienkollektive erforderlich, jedoch legen diese Ergebnisse nahe, dass bei gegebener Indikation die präklinische Atemwegssicherung unabhängig von der Tageszeit konsistent durchgeführt wird.

 
 Endotracheale Intubation; CRM; Human Factors; Fatigue; Präklinik; Schockraum; Tag- und Nachtdienst;  
 
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 Anästhesiologie
 Intensivmedizin
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Winter, Kristina
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Hellweg, Christoph; Univ. FA Dr.med.univ.
  Zajic, Paul; Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med. DESA