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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Gesundheitskompetenz stärken – Medikamentenadhärenz verbessern: Der Einfluss gesundheitskompetenzsensibler Interventionen bei Patient*innen mit kardiovaskulären Erkrankungen
Kurzfassung
Zusammenfassung
Einleitung: Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten chronischen Erkrankungen und sind eine zentrale Ursache für Mortalität, Morbidität und steigende Gesundheitskosten. Die Betreuung dieser Patient*innengruppe ist eine Kernaufgabe der Pflege. Sie begleitet die Patient*innen bei der Krankheitsbewältigung und unterstützt bei der Therapieumsetzung. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist eine konsequente Medikamenteneinnahme, dennoch nimmt ein erheblicher Anteil der Betroffenen sie nicht wie verordnet ein. Als wesentlicher Einflussfaktor gilt die Health Literacy (HL), denn eine niedrigere HL geht mit einer geringeren Medikamentenadhärenz einher. Gesundheitskompetenzsensible Interventionen setzen an dieser Stelle an. Bislang fehlt eine systematische Aufarbeitung der Evidenz, ob und wie diese Interventionen die Medikamentenadhärenz bei Patient*innen mit kardiovaskulären Erkrankungen verbessern können.
Methode: Es wurde ein Systematic Review durchgeführt. Anhand einer systematischen Literaturrecherche in PubMed, CINAHL, Ovid und Google Scholar wurden im Zeitraum von März bis April 2026 alle relevante Studien identifiziert. Die Beurteilung der Qualität erfolgte von zwei Reviewerinnen anhand der Critical Appraisal Tools des Joanna Briggs Institutes. Aus den inkludierten Studien wurden die Daten extrahiert und in narrativer sowie tabellarischer Form dargestellt.
Ergebnisse: Die elf eingeschlossenen Studien wurden in vier Interventionskategorien gegliedert: edukative HL-Interventionen, multikomponente HL-Interventionen, technologiebasierte HL-Interventionen und HL-Tools. Durchgängig signifikante Effekte zeigten die edukativen HL-Interventionen, während multikomponente und technologiebasierte HL-Interventionen heterogen wirkten und HL-Tools, wie beispielsweise bildbasierte Medikationspläne oder audiobasierte Einnahmehilfen keine signifikanten Effekte erzielten.
Schlussfolgerung: Diese systematische Übersichtsarbeit zeigt auf, dass gesundheitskompetenzsensible Interventionen die Medikamentenadhärenz bei Patient*innen mit kardiovaskulären Erkrankungen unterschiedlich beeinflussen. Edukative HL-Interventionen erwiesen sich als am konsistentesten wirksam, da nur sie durchgehend signifikante Effekte zeigten. Digitale Interventionen waren vor allem in Kombination mit persönlicher Begleitung wirksam. Für evidenzbasierte Empfehlungen an die Pflegepraxis ist weitere Forschung nötig.
Schlagwörter
Health Literacy; Medikamentenadhärenz; kardiovaskuläre Erkrankungen; gesundheitskompetenzsensible Interventionen
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Renhart, Magdalena Amalia; BSc
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Medizinische Universität Graz
Studium
UO 066 331 Masterstudium; Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Großschädl, Franziska; Priv.-Doz. Dr.scient.med. BSc MSc
Mitbetreuer*in (intern)
Wilfling, Denise; Dr.rer.hum.biol. MSc
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