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Medizinische Universität Graz
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Betreute Abschlussarbeiten
Sprachversion
Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Auswirkungen einer präoperativen intravenösen Kristalloid-Bolusgabe auf den Blutdruck nach der Induktion – eine prospektive, randomisierte, multizentrische Interventionsstudie
Kurzfassung
Hintergrund:
Postinduktionshypotonie ist ein häufiger und potentiell modifizierbarer Risikofaktor für negative Ergebnisse während und nach größeren nicht-kardialen Operationen. Es ist jedoch unklar, ob ein präoperativer Kristalloidbolus die Häufigkeit und Schwere dieser Erkrankung verringern kann.
Methodik:
Diese prospektive, randomisierte, doppelblinde, multizentrische Studie wurde an der Medizinischen Universität Graz und der Medizinischen Universität Wien durchgeführt. Insgesamt wurden 504 erwachsene Patient*innen im Alter von 45 Jahren und älter mit kardiovaskulären Risikofaktoren, bei denen eine größere nicht-kardiale Operation unter Vollnarkose geplant war, in die Studie aufgenommen. Die Teilnehmer*innen wurden randomisiert und erhielten entweder einen intravenösen Kristalloid-Bolus von 500ml oder 1000ml je nach Gewicht innerhalb von 60 ± 15 Minuten vor der Narkoseeinleitung oder eine Standardversorgung. Der primäre Endpunkt war die zeitgewichtete durchschnittliche Dauer des mittleren arteriellen Blutdrucks (TWA MAP) unter 65 mmHg während der ersten 20 Minuten nach der Narkoseeinleitung oder bis zum Hautschnitt, je nachdem, was zuerst eintrat. Sekundäre Endpunkte waren die Zeit bis zum ersten hypotensiven Ereignis, der Bedarf an Vasopressoren und Vergleiche der nicht-invasiven Herzzeitvolumenmessungen zwischen den Gruppen.
Ergebnisse:
Bei den 504 Patient*innen (247 in der Kristalloidgruppe und 257 in der Kontrollgruppe) gab es in der primären Analyse keinen statistisch signifikanten Unterschied in der medianen TWA MAP unter 65 mmHg mit 0,00 mmHg (Interquartilenbereich 0,00–0,56) in der Interventionsgruppe und 0,00 mmHg (Interquartilenbereich 0,00–0,84) in der Kontrollgruppe (p = 0,341). Auch die sekundären Endpunkte unterschieden sich zwischen den Gruppen nicht signifikant.
Schlussfolgerung:
Die Verabreichung eines Kristalloidbolus innerhalb von 60 Minuten vor der Narkoseeinleitung hatte keinen statistisch signifikanten Effekt auf die Dauer und Schwere der postinduktionellen Hypotonie im Vergleich zur Standardversorgung bei Patient*innen mit kardiovaskulären Risikofaktoren, die sich einer größeren nicht-kardialen Operation unterzogen. Eine präoperative Kristalloidzufuhr reicht allein nicht aus, um eine Hypotonie nach der Narkoseeinleitung zu verhindern.
Schlagwörter
Anästhesie, perioperative Medizin, Hypotension, Induktion, Volumengabe
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Sachgebiete
Anästhesiologie
Innere Medizin
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Eichinger, Michael; Dr.med.univ., MSc
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Studium
UO 790 202 Dr.-Studium der medizin. Wissenschaft; Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer/in (intern)
Bornemann-Cimenti, Helmar; Research Prof. PD Dr.med.univ.et scient.med. MBA MSc EDPM
CO – Betreuer/in (intern)
Kurz, Andrea; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ.
CO – Betreuer/in (intern)
Reisinger, Alexander Christian; OA Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
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