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Bibliografische Informationen
Titel
Gegenüberstellung der anästhesiologischen Elemente der aktuellen ERAS-Guidelines - Ein systematisches Literaturreview
Kurzfassung
Hintergrund:Die ERAS-Guidelines verfolgen das Ziel das perioperative Management durch evidenzbasiertes Handeln so zu verbessern, dass sich Patient*innen bestmöglich nach einer Operation erholen. In dieser Diplomarbeit sollen allein die anästhesiologisch relevanten Maßnahmen und Empfehlungen diesbezüglich analysiert werden.Es soll ermittelt werden, ob es Empfehlungen gibt, die in allen oder vielen Guidelines vorkommen und möglicherweise auch für andere Fächer relevant sein könnten. Zudem sollen deckungsgleiche und widersprüchliche Empfehlungen identifiziert werden.
Methoden:Nach Identifikation aller verfügbaren ERAS-Guidelines wurden jene Guidelines ausgeschlossen, die entweder keine praxisnahen anästhesiologischen Empfehlungen enthielten, bereits veraltet waren und zu denen es bereits neuere Versionen gab oder die für nicht standardmäßig ausgestattete Krankenhäuser verfasst worden waren. Die verbliebenen Guidelines wurden auf anästhesiologisch relevante Empfehlungen durchsucht. Es wurden insgesamt 45 Überbegriffe definiert, zu denen alle anästhesiologisch relevanten Empfehlungen zugeordnet werden konnten. Im Anschluss erfolgte die Analyse bezüglich Deckungsgleichheit, Widersprüchlichkeit und Häufigkeit der Empfehlungen.
Ergebnisse:Es wurden insgesamt 33 ERAS-Guidelines gesichtet, von denen 28 in diese Arbeit eingeschlossen wurden. Diese 28 Guideline befassen sich mit 23 operativen Feldern. Deckungsgleiche Empfehlungen gibt es zu den Themen präoperative Nahrungskarenz, Temperaturmanagement, intravenöser Flüssigkeits- und Elektrolytersatz, antimikrobielle Prophylaxe, PONV-Prophylaxe, postoperative Ernährung, präanästhesiologische Medikation, frühzeitige Mobilisierung, präoperative Nikotin- und Alkoholkarenz, präoperative Ernährung, nasogastrale Sonden, Darmstimulation, Anämie-Management, Muskelrelaxation, postoperative glykämische Kontrolle, Narkosetiefe Monitoring, Beatmungsstrategie, intraoperatives Blutzuckermanagement, Frailty und kognitiver Status, Delir-Prävention und -screening, Beta-Blocker, RSI und Vermeidung von postoperativen pulmonalen Komplikationen. Diskrepante Empfehlungen konnten zu den Themen präoperative Kohlehydratgabe, multimodale systemische Analgesie, Risikostratifizierung und Prophylaxe postoperativer venöser Thromboembolien, antimikrobielle Prophylaxe, Epidural-, Spinalanästhesie und periphere Nervenblockaden, Anästhesieverfahren, Blasenkatheter, präoperative Ernährung, Prähabilitation, nasogastrale Sonde, präoperative Risikostratifizierung, hämodynamische Therapie und Monitoring, Darmvorbereitung, Blutprodukte und Gerinnungsmanagement, postoperative Beatmung, operationsspezifische Empfehlungen, postoperative Flüssigkeits- und Elektrolyttherapie, präoperatives glykämisches Management, postoperative Intensivaufnahme, Erkennung und Behebung von physiologischen Funktionsstörungen, Aufhebung antithrombotischer Medikation, präoperativer Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich, atriale Dysrhythmie Prophylaxe, akutes Nierenversagen und Sepsis Screening und Monitoring identifiziert werden. Zu den häufig behandelten anästhesiologischen Themen der ERAS-Guidelines zählen die präoperative Kohlehydratverabreichung, die präoperative Nahrungskarenz, das Temperaturmanagement, der intravenöse Flüssigkeits- und Elektrolytersatz, die multimodale systemische Analgesie, die Risikostratifizierung und Prophylaxe venöser Thromboembolien, die antimikrobielle Prophylaxe, PONV und die postoperative Ernährung. Zehn Themenbereiche wurden nur in wenigen Guidelines behandelt. Hierbei handelt es sich um die Themen postoperative Intensivaufnahme, frühzeitige Identifikation von physiologischer Dysfunktion, Aufhebung antithrombotischer Medikation, präoperativer Elektrolyt- und Flüssigkeitsausgleich, Beta-Blocker, atriale Dysrhythmie Prophylaxe, Rapid Sequence Induction (RSI), Vermeidung postoperativer pulmonaler Komplikationen, Akutes Nierenversagen und Screening und Monitoring bezüglich Sepsis. Möglicherweise für andere chirurgische Fächer relevante Empfehlungen wurden bezüglich präoperativer Nahrungskarenz, Temperaturmanagement, intravenösem Flüssigkeits- und Elektrolytersatz, antimikrobieller Prophylaxe, PONV, postoperativer Ernährung, präanästhesiologischer Medikation, frühzeitiger Mobilisierung und präoperativer Nikotin- und Alkoholkarenz formuliert.
Zusammenfassung:In den ERAS-Guidelines gibt es eine Vielzahl an anästhesiologisch relevanten Empfehlungen. Während es zu 23 Themengebieten weitgehend deckungsgleiche Empfehlungen gibt, wurden in dieser Arbeit auch 25 teilweise diskrepante anästhesiologische Themenbereiche identifiziert. Es wurden neun Themenbereiche identifiziert, die häufig in den ERAS-Guidelines behandelt wurden. Zu zehn anästhesiologisch relevanten Themenbereichen wurden nur sporadisch Empfehlungen formuliert. Neun Themenbereiche sind möglicherweise auch für andere operative Felder von Relevanz.
Schlagwörter
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Furtmüller, Jakob Michael
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Bornemann-Cimenti, Helmar; Priv.-Doz. Dr.med.univ.et scient.med. MBA MSc EDPM
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