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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Analyse des schwangerschaftsspezifischen Glykoproteins PSG11 bei Präeklampsie  
 Hintergrund und Zielsetzung: Die Präeklampsie ist mit einer weltweiten Prävalenz von etwa 2-3% eine seltene, jedoch potenziell gefährliche Schwangerschaftskomplikation, mit schweren Risiken für sowohl Mutter als auch Fötus. Trotz erheblicher Forschung ist ihre Pathophysiologie noch nicht vollständig geklärt. Als möglicher pathogenetischer Mechanismus wird, unter anderem ein Ungleichgewicht zwischen pro- und antiangiogenen Faktoren diskutiert. Das Pregnancy-specific Glycoprotein-11 (PSG11) stellt hierbei ein potenziell relevantes proangiogenes und immunmodulatorisches Protein dar, dessen plazentare Expression bei Präeklampsie verändert sein könnte. Ein besseres Verständnis über seine Rolle sowie seine mögliche Eignung als Biomarker sind daher von besonderem Interesse für die Früherkennung und Prävention.

Material und Methoden: Es handelt sich um eine experimentelle Laborstudie. Untersucht wurde die Expression von PSG11 in plazentaren Proben von insgesamt 62 Plazenten, die im Zeitraum von 2018 bis 2024 gesammelt wurden. Die Analyse erfolgte auf Protein- als auch auf Geneexpressionsebene mittels Immunhistochemie, qPCR und Western Blot. Dabei wurde eine Plazentakohorte von präeklamptischen - early (eoPE) sowie late onset (loPE) - und „age-matched“ gesunden Schwangerschaften untersucht.

Ergebnisse: In Plazenten mit loPE zeigte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe eine signifikant reduzierte PSG11 Expression auf Gen- und Proteinebene. Für die eoPE ergaben sich hingegen uneinheitliche Befunde. Auf Genexpressionsebene zeigte sich hier im Vergleich zur Kontrollgruppe eine statistisch nicht signifikant erhöhte PSG11-Expression, während die verblindete Auswertung der immunhistochemischen Färbeintenstitäten kein einheitliches Bild ergaben.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass PSG11, insbesondere bei loPE, dysreguliert ist. Zur Validierung dieser Befunde sind jedoch weitere Studien mit größeren Kohorten notwendig. Um das Potential von PSG11 als Biomarker beurteilen zu können, gilt es zudem zu überprüfen, ob und in welchem zeitlichen Abstand die veränderte PSG11- Expression dem Auftreten der klinischen Symptome vorausgeht und ob sich die veränderte Expression auf zellulärem Level auch in einer veränderten Serumkonzentration widerspiegelt.

 
 PSG; PSG11; Präeklampsie; schwangerschaftsspezifisches Glykoprotein; Biomarker;  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Cappello, Sonja
Betreuende Einrichtung / Studium
  Lehrstuhl für Zellbiologie, Histologie und Embryologie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Gauster, Martin; Univ.-Prof. Priv.-Doz. Mag.rer.nat. Dr.scient.med.
  Forstner, Desiree; MSc PhD.