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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

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Bibliografische Informationen
 Rosazea in der Dermatoskopie  
 Zusammenfassung

Einleitung: Rosazea ist eine chronische entzündliche Hauterkrankung, welche in den meisten Fällen das zentrale Gesicht betrifft und sich mit einem Spektrum an klinischen Manifestationen, vor allem einem persistierenden Erythem, Teleangiektasien, Papeln, Pusteln und phymatösen Veränderungen präsentiert. Obwohl die Diagnose meistens anhand der klinischen Untersuchung gestellt wird, hat sich die Dermatoskopie als wertvolles nichtinvasives Werkzeug etabliert, welches die diagnostische Genauigkeit verbessern und die Differentialdiagnostik von anderen Gesichtsdermatosen unterstützen kann. Das Ziel dieser Studie war die dermatoskopischen Merkmale der verschiedenen Rosazea-Subtypen zu charakterisieren, diese Ergebnisse mit der publizierten Literatur zu vergleichen und den diagnostischen Wert der Dermatoskopie in der klinischen Routinearbeit zu evaluieren.

Methodik: Diese Masterarbeit basiert auf einem zweigeteilten Ansatz: Zuerst wurden standardisierte dermatoskopische Aufnahmen von Patient:innen der verschiedenen Rosazea-Subtypen in der klinischen Routine an der Abteilung für Dermatologie, Klinik Donaustadt, Wiener Gesundheitsverbund, gesammelt. Diese Aufnahmen wurden anhand der dermatoskopischen Merkmale beschrieben und annotiert. In einem zweiten Schritt wurde eine Literaturrecherche durchgeführt um dermatoskopische Beschreibungen der Rosazea-Subtypen sowie ihrer häufigsten Differentialdiagnosen zu identifizieren. Die dermatoskopischen Muster welche in unseren Patient:innen beobachtet wurden, wurden im Anschluss mit den in der Literatur beschriebenen Merkmalen verglichen.

Ergebnisse: Die dermatoskopische Untersuchung der Rosazea erythematosa zeigte durchweg vaskuläre Polygone geformt durch miteinander verbundene, lineare Gefäße auf einem diffus erythematösen Hintergrund, oft begleitet von verzweigten Gefäßen und oberflächlichen weißen Schuppen. Rosazea papulopustulosa war charakterisiert durch ein diffuses Erythem, Papeln und Pusteln mit Umgebungserythem, oberflächlichen Schuppen und in einigen Fällen erkennbaren Demodex-Schwänzen. Bei Rosazea phymatosa waren follikuläre Hyperkeratosen, gelb-orange strukturlose Areale, diffuse Erytheme und kleine, lineare Gefäße erkennbar. Die beobachteten dermatoskopischen Befunde korrespondierten eng zu bisher publizierten Beschreibungen. Der Vergleich mit häufigen Differentialdiagnosen zeigte, dass vaskuläre Polygone ein besonders hilfreiches Merkmal zur Unterscheidung von Rosazea, vor allem von Rosazea erythematosa, von anderen entzündlichen Gesichtsdermatosen darstellen.

Diskussion: Die Ergebnisse unterstützen die wachsende Evidenz, dass Dermatoskopie ein wertvolles zusätzliches diagnostisches Werkzeug bei Rosazea darstellt. Charakteristische vaskuläre und follikuläre Muster ermöglichen eine verbesserte Diagnose der Rosazea-Subtypen und erleichtern die Unterscheidung von klinisch ähnlichen Erkrankungen wie Lupus erythematodes, seborrhoischer Dermatitis, Acne vulgaris, und perioraler Dermatitis. Dermatoskopie ermöglicht außerdem die nichtinvasive Visualisierung von Demodex-Milben assoziierten Befunden und kann in der Beurteilung der Krankheitsausprägung sowie des Therapieansprechens hilfreich sein. Obwohl Dermatoskopie die klinische Untersuchung nicht ersetzt, stellt sie eine praktische und effektive Methode zur Steigerung der diagnostischen Sicherheit in Rosazea und ihrer Differentialdiagnosen dar.

 
 Dermatoskopie; Rosazea; Demodex; papulopustulosa; erythematosa; phymatosa; vaskuläre Polygone;  
 
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 Dermatologie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Scharner, Elena Valerie; Dr.med.univ.
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie
 UO 992 272 Universitätslehrgang; MA Dermoscopy and Prev. Dermatooncology  
Betreuung / Beurteilung
  Fink-Puches, Regina; Priv.-Doz. Dr.med.univ.