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Medizinische Universität Graz
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Sprachversion
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Bibliografische Informationen
Titel
Wie riskant ist Mixed Martial Arts? Verletzungsraten und -muster bei Leistungsathleten im Vergleich zu Freizeitathleten
Kurzfassung
Hintergrund/Ziele: Mixed Martial Arts (MMA) ist eine beliebte Vollkontakt-Kampfsportart. Ziel dieser Studie war es, durch eine detaillierte Befragung von Wettkampf- und Freizeitsportlern die Verletzungsmechanismen, -raten, den Schweregrad, die Muster, die Umstände sowie die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen für das Gesundheitswesen zu ermitteln. Methoden: Im Jahr 2023 wurden MMA-Sportler retrospektiv zu ihren Verletzungen in den letzten 24 Monaten und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung (ärztliche Behandlung, Krankenhausaufenthalt, Arbeitsunfähigkeit) befragt. Als Verletzung wurde jede körperliche Beschwerde definiert, die auf die Ausübung von MMA zurückzuführen war. Der Schweregrad der Verletzung wurde anhand der daraus resultierenden Einschränkung der sportlichen Teilnahme kategorisiert (d. h. „schwer“: mehr als vier Wochen Einschränkung). Ergebnisse: Insgesamt wurden 112 Teilnehmer (93 % männlich; 41 % Freizeitsportler und 59 % Leistungssportler) in die Studie einbezogen. Insgesamt wurden 93.857 Stunden MMA-Aktivitäten absolviert und 127 Verletzungen erfasst, was einer Gesamtverletzungsrate von 1,4 Verletzungen pro 1.000 Stunden Trainingszeit entspricht. Nicht-Wettkampfsportler berichteten in den vergangenen 24 Monaten von signifikant weniger Verletzungen insgesamt (95 % KI 0,87–2,04; p = 0,003) und wiesen im Vergleich zu Wettkampfsportlern signifikant weniger schwere oder gar kritische Verletzungen auf (OR 0,55; 95 % KI 0,21–1,43; p = 0,042). Verletzungen an Kopf und Hals (20 %) waren die häufigsten Verletzungen. Die häufigsten Verletzungsarten waren Gelenkverstauchungen (21 %) und Bänderdehnungen (17 %). Die Belastung des Gesundheitswesens durch diese sportbedingten Verletzungen war minimal: Im Median führten die Verletzungen zu null Tagen Krankenhausaufenthalt und Arbeitsunfähigkeit, wobei es keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen Freizeit- und Leistungssportlern gab. Schlussfolgerungen: Leistungssportler erleiden im Vergleich zu Freizeitsportlern schwerere Verletzungen. Insgesamt sind Verletzungen im MMA selten, und die wirtschaftlichen Auswirkungen sowie die Belastung für das Gesundheitssystem sind im Vergleich zu anderen Sportarten vernachlässigbar.
Schlagwörter
Sportverletzung; Epidemiologie; Gesundheitswesen; wirtschaftliche Auswirkungen; Verletzungsprävention; Mixed Martial Arts; Verletzungsrate
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Grössing, Lukas; Dr.med.univ., BSc
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit
Studium
UO 203 Zahnmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Schwaiger, Michael; Univ. OA Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med. Dr.med.dent. MSc
Mitbetreuer*in (intern)
Zemann, Wolfgang; Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.med.dent.
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