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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

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Bibliografische Informationen
 Effizienz und Validität (semi-)automatisierter sowie nuklease-basierter DNA-Extraktionsverfahren: Ein kritischer Vergleich zur konventionellen differentiellen Lyse bei herausfordernden Sexualdeliktsspuren  
 Eine weit verbreitete und etablierte Methode zur forensischen DNA-Analyse von Beweismitteln aus Sexualstraftaten ist die differentielle DNA-Extraktion (DE). Die vorliegende Arbeit untersucht das am hiesigen Institut verwendete konventionelle manuelle DE-Protokoll, als semi-automatisierte Verfahren den EZ2 DNA Investigator Sep & Prep Kit (Qiagen) und den Maxwell DE Casework Kit (Promega) sowie als alternative Methode den Erase Sperm Isolation Kit (PTC Laboratories) und evaluiert die Belastbarkeit dieser Systeme bei herausfordernden forensischen Mischspuren mit ungünstigen Täter-Opfer-Verhältnissen. Hierzu wurden simulierte Beweismittel in Form von Vaginalabstrichen mit Samenflüssigkeits-Verdünnungen von 1:100 bis 1:800 erstellt und mittels rt-PCR sowie STR-Analyse analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die konventionelle DE insbesondere bei hohen Samenflüssigkeits-Verdünnungen die stabilsten Resultate erbrachte. Der EZ2 DNA Investigator Sep & Prep Kit lieferte im Vergleich die stabilste Performance der semi-automatisierten Systeme und zeigte Ergebnisse, die weitgehend mit der konventionellen DE vergleichbar sind. Er stellt somit eine zeiteffiziente Alternative für Labore mit hohem Probenaufkommen dar, sofern keine extremen Minimalspuren vorliegen. Im Gegensatz dazu wies der Maxwell DE Casework Kit in seiner jetzigen Form ein unzureichendes Trennpotential auf, was zu einer Verschleppung weiblicher Opfer-DNA in die Pelletfraktion und einer Maskierung der männlichen STR-Merkmale führte. Der nuklease-basierte Erase Sperm Isolation Kit hingegen erzielte zwar eine hohe Reinheit der männlichen Profile, war jedoch durch einen signifikanten Verlust an Spermien-DNA gekennzeichnet, was die Sensitivität insbesondere bei Minimalspuren stark einschränkt. Vielversprechend wären technologische Weiterentwicklungen von Zellseparations-Ansätzen, die zukünftig in forensischen Routinelaboren hilfreich sein könnten, insbesondere für Proben, bei denen auch die konventionelle DE an ihre Grenzen stößt.  
   
 
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 DNA-Analyse (auch: genetischer Fingerabdruck)
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Hofer, Eva-Maria Veronika; BSc
Betreuende Einrichtung / Studium
  Medizinische Universität Graz
 UO 999 018 Universitätslehrgang (ao. MA); Medizinische Genetik  
Betreuung / Beurteilung
  Petek, Erwin; Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Dr.