| Hintergrund
Die kardiopulmonale Reanimation (CPR) ist essenziell für das Überleben eines Herzkreislaufstillstands. Qualitativ hochwertige Thoraxkompressionen sind aufgrund verschiedener Umstände, insbesondere im präklinischen Bereich, jedoch nicht durchgehend verfügbar. Mechanische Thoraxkompressionsgeräte können theoretisch eine qualitativ hochwertige CPR sicherstellen und somit einen hohen und konstanten Blutfluss während des Herzkreislaufstillstands aufrechterhalten. Aktuelle Studien zeigen jedoch widersprüchliche Ergebnisse hinsichtlich der Überlebensraten beim Einsatz dieser Geräte, sodass eine genauere Untersuchung sinnvoll erscheint, um das Outcome zu verbessern.
Ziel
Die Studie analysiert die unterschiedlichen Outcomes manueller versus mechanischer CPR in Form von Sterblichkeit bis zur Entlassung aus der stationären Behandlung, gutem neurologischem Outcome und dem Auftreten von reanimationsbedingten Verletzungen.
Methodik
Die Studie ist retrospektiv angelegt und analysiert sämtliche Patient*innen, die einen außerklinischen Herzkreislaufstillstand (OHCA) erlitten und zur Weiterbehandlung an das Klinikum Klagenfurt am Wörtersee eingeliefert wurden. Der betrachtete Zeitraum erstreckt sich von September 2014 bis September 2024.
Ergebnis
Das Odds Ratio für die Sterblichkeit bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus betrug bei Patient*innen mit mechanischer Reanimation 7,72 (95%-CI 3,78–15,80) im Vergleich zur manuellen Reanimation. Ein signifikanter Unterschied hinsichtlich des neurologischen Outcomes war nicht erkennbar. Patient*innen der mechanischen CPR-Kohorte wiesen im Vergleich zur manuellen CPR-Kohorte ein Odds Ratio von 3,304 (95%-CI 2,164–5,045) für das Auftreten reanimationsbedingter Verletzungen auf.
Konklusion
Die mechanische weist gegenüber der manuellen CPR eine höhere Sterblichkeits- sowie Verletzungsrate auf. Folglich sollte eine mechanische CPR nur in Betracht gezogen werden, wenn eine qualitativ hochwertige manuelle kardiopulmonale Reanimation nicht konsistent sicherzustellen ist.
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