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Medizinische Universität Graz    

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Bibliografische Informationen
 Einflussfaktoren auf Resektionsgewicht und Komplikationen nach Abdominoplastik bei massivem Gewichtsverlust: Eine retrospektive monozentrische 10-Jahres-Studie  
 Hintergrund: Die Abdominoplastik ermöglicht die Entfernung überschüssiger Haut und subkutanen Gewebes, ist jedoch mit perioperativen Herausforderungen verbunden. Obwohl ein höheres Resektionsgewicht bereits mit postoperativen Komplikationen in Verbindung gebracht wurde, sind die Variabilität der Resektionslast sowie deren Zusammenhang mit

postoperativen Komplikationen bislang nicht abschließend geklärt. Ziel dieser explorativen Studie war es, patienten- und eingriffsbezogene Faktoren zu identifizieren, die mit dem Resektionsgewicht assoziiert sind, sowie zu untersuchen, ob das Resektionsgewicht mit postoperativen Komplikationen in Zusammenhang steht.

Methoden: In diese retrospektive Kohortenstudie wurden 217 erwachsene PatientInnen eingeschlossen, die nach massivem Gewichtsverlust, definiert als Verlust von ≥ 50 % des

überschüssigen Körpergewichts, an der Medizinischen Universität Graz im Zeitraum von 2012 bis 2023 eine Abdominoplastik erhielten. Schwangerschaftsassoziierte und

onkologische Eingriffe, isolierte Revisionsoperationen sowie Fälle mit unvollständiger Dokumentation wurden ausgeschlossen. Erfasst wurden unter anderem gewichtsbezogene Verlaufsdaten, das Resektionsgewicht, postoperative Komplikationen nach Clavien–Dindo, demografische Merkmale sowie eingriffsbezogene Faktoren. Zur statistischen Auswertung wurden Korrelationsanalysen, Gruppenvergleiche sowie multivariable lineare und logistische Regressionsanalysen durchgeführt.

Ergebnisse: Das mittlere Alter betrug 45 Jahre (SD 12); 76 % der PatientInnen waren weiblich. Der mittlere präoperative Body-Mass-Index (BMI) lag bei 26,3 kg/m² (SD 3,5), das mittlere Resektionsgewicht bei 1.727 g (SD 1.132). Der präoperative BMI zeigte in der bivariaten Analyse die stärkste Assoziation mit dem Resektionsgewicht (Spearman-r = 0,620; p < 0,001). In der multivariablen linearen Regressionsanalyse waren ein höherer präoperativer BMI (B = 209,9 g pro kg/m²; p < 0,001), weibliches Geschlecht (+363,5 g; p = 0,004), metabolische Erkrankungen (+346,0 g; p = 0,006) sowie eine simultane Beltlift (+365,6 g; p < 0,001) mit einem höheren Resektionsgewicht assoziiert. Das Modell erklärte 56 % der Varianz des Resektionsgewichts. Postoperative Komplikationen traten bei 76 Patientinnen und Patienten auf (35,0 %). In der adjustierten logistischen Regressionsanalyse waren ein jüngeres Alter (OR 0,969 pro Jahr; p = 0,016) und eine präoperative Anämie (OR 2,153; p = 0,043) mit dem zusammengesetzten Komplikationsendpunkt assoziiert; für das Resektionsgewicht zeigte sich hingegen kein signifikanter Zusammenhang (OR 1,015 pro 100 g; p = 0,245).

Schlussfolgerung: Der präoperative BMI stellte den stärksten mit dem Resektionsgewicht assoziierten Faktor dar; weibliches Geschlecht, metabolische Erkrankungen und das Ausmaß des operativen Eingriffs trugen zusätzlich zur Erklärung der Resektionslast bei. Das Resektionsgewicht war nicht signifikant mit dem zusammengesetzten Komplikationsendpunkt, schwerwiegenden Komplikationen oder wundspezifischen Komplikationen assoziiert. Kleinere Effekte können jedoch nicht ausgeschlossen werden.  
 Abdominoplastik; Resektionsgewicht; Komplikationen; Clavien-Dindo-Klassifikation; postbariatrische Chirurgie; massiver Gewichtsverlust  
 
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 Plastische und Wiederherstellungschirurgie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Lüttschwager, Sabrina
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Chirurgie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Mandal, Patrick; Dr.med.univ. PhD.
  Schintler, Michael; Ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ.