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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Dissertation - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Evaluierung neuer Prädiktoren für das Rupturrisiko und die Progression intrakranielle Aneurysmen  
 Hintergrund:

Die Möglichkeiten zur Vorhersage der Rupturwahrscheinlichkeit intrakranieller Aneurysmen

(IA) sind limitiert. Daher ist das bestmögliche Management dieser Erkrankung weiterhin eine

große Herausforderung im klinischen Alltag. Ziel dieser Dissertation war die Neubewertung

etablierter Verfahren der IA-Risikostratifizierung, die Untersuchung bildgebender Marker einer

Aneurysmainstabilität sowie die Analyse inflammatorischer Biomarker im Zusammenhang mit

Veränderungen der Aneurysmawand.

Methoden:

In einer retrospektiven Analyse wurde der Zusammenhang zwischen erstmalig durchgeführten

CTA und MRA-Untersuchungen und neu diagnostizierten IA über einen Zeitraum von zehn

Jahren untersucht. Die diskriminative Leistungsfähigkeit des PHASES-Scores wurde bei 184

Patient:innen mit rupturierten und unrupturierten IA analysiert. Die psychiatrischen Symptome

Angst und Depression wurden mittels HADS-Fragebögen erhoben. Unbehandelte IA wurden

bei 80 Patient:innen und 37 Kontrollpersonen mittels Gefäßwand-MRT auf ein

Aneurysmawand-Enhancement (AWE) sowie auf inflammatorische Zytokine mittels

Blutanalyse untersucht. In 60 gecoilten IA wurden AWE, zentrales Aneurysma-Enhancement

(ACE) und Aneurysma-Rekanalisationen mittels Follow-up-MRT analysiert.

Ergebnisse:

Eine steigende Anzahl jährlicher CTA und MRA-Untersuchungen war signifikant mit einer

erhöhten Detektionsrate unrupturierter IA assoziiert (p = 0,002; adjustiertes R² = 0,63). Der

PHASES-Score zeigte eine geringe diskriminative Leistungsfähigkeit hinsichtlich des

Rupturstatus (AUC 0,567). Die Angst- und Depressionswerte zeigten sich gering erhöht, ohne

signifikante Unterschiede zwischen den Vergleichsgruppen. Bei unbehandelten IA war das

AWE mit erhöhten IL-6-Spiegeln und veränderten IL-1β-Spiegeln assoziiert. Ein kombiniertes

Modell aus PHASES-Score, Laboruntersuchung auf IL-6 und IL-1β verbesserte die

Vorhersage des AWE (AUC 0,874). Bei gecoilten IA war das AWE mit Rekanalisationen

assoziiert (p = 0,036), insbesondere bei Rekanalisationen > 3 mm.

Schlussfolgerung:

Aktuelle IA-Risikomodelle sind unzureichend. Integrative Ansätze, welche Bildgebung,

biologische Marker und klinische Parameter kombinieren, könnten ein personalisiertes

Management von Patient:innen mit IA verbessern.  
 Hirnarterienaneurysma  
 
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 Radiologie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Leber, Stefan; Dr.med.univ.
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Radiologie
 UO 790 202 Dr.-Studium der medizin. Wissenschaft; Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Reishofer, Gernot; Research Prof. Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr.
  Deutschmann, Hannes; Univ.-Prof. Dr.med.univ.
  Renner, Wilfried; Assoz. Prof. Univ.-Doz. Mag. Dr.rer.nat.