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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 CSF Lipidomik- und Metabolomik-Profile bei CLN2-Patienten vor und während der Behandlung mit Cerliponase alfa  
 Die neuronale Ceroid-Lipofuszinose Typ 2 (CLN2-Erkrankung) ist eine seltene neurodegenerative lysosomale Speicherkrankheit, die durch einen Mangel an Tripeptidyl-Peptidase 1 (TPP1) verursacht wird. Die Enzymersatztherapie mit Cerliponase alfa (Brineura) kann das klinische Fortschreiten verlangsamen. Jedoch sind ihre Auswirkungen auf molekulare Prozesse, insbesondere auf Lipid- und Metabolitprofile im ventrikulären Liquor (vCSF) unzureichend erforscht.

Ziel dieser Arbeit war es zu untersuchen, ob therapieassoziierte Veränderungen im ventrikulären (vCSF) -Lipidom und -Metabolom mittels „untargeted“ UHPLC-MS/MS-Analysen nachweisbar sind und ob diese mit dem klinischen Verlauf, gemessen am HML-Score, assoziiert sind. vCSF-Proben von 16 Individuen wurden zu mehreren Zeitpunkten analysiert und mittels univariater und multivariater Methoden ausgewertet, darunter Hauptkomponentenanalyse (PCA), orthogonale Partial Least Squares Diskriminanzanalyse (OPLS-DA) sowie hierarchisches Clustering.

Auf globaler Ebene zeigte sich weder im Lipidom noch im Metabolom eine klare Trennung zwischen Proben vor- und nach der durchgeführten Therapie. Die univariate Analyse identifizierte keine signifikanten Veränderungen einzelner Lipid- oder Metabolitenspezies. Multivariate Modelle zeigten unter Verwendung überwachter Methoden eine moderate Gruppentrennung, jedoch mit eingeschränkter Vorhersagekraft, was auf eine mangelnde Generalisierbarkeit hinweist. Subgruppenanalysen basierend auf HML-Score-Veränderungen und Clustering ergaben Trends, die jedoch durch Unterschiede in der Therapiedauer beeinflusst wurden.

Das Lipidom war von Triacylglycerolen dominiert (ca. 98 %), wodurch die Sensitivität für Veränderungen in anderen Lipidklassen eingeschränkt war. Insgesamt waren die beobachteten lipidomischen Veränderungen gering, heterogen und durch hohe interindividuelle Variabilität gekennzeichnet.

Zusammenfassend konnten mittels „untargeted“ vCSF-Lipidomik und -Metabolomik in dieser Kohorte keine robusten globalen therapieassoziierten Veränderungen identifiziert werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die molekularen Effekte der Cerliponase alfa-Therapie subtil sind und sich nicht in globalen vCSF-Profilen widerspiegeln.  
 Neuronale Ceroid-Lipofuszinose Typ2 (CLN2); lysosomale Speichererkrankung; Enzymersatztherapie; Liquor cerebrospinalis; Lipidomik; Metabolomik  
 
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 Kinderheilkunde
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Koini, Michelle
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Plecko, Barbara; Univ.-Prof. Dr.med.univ.
  Zandl-Lang, Martina; Priv.-Doz. MSc PhD.