Loading
Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Abschlussarbeit(en) (Universitätslehrgang) - Detailansicht

Wichtigste Meldungen anzeigenMeldungsfenster schließen
Bibliografische Informationen
 Dermatoskopisch–histopathologische Korrelation von Hautkrebserkrankungen Eine retrospektive Studie in einer privaten dermatologischen Klinik  
 Hintergrund:

Die Dermatoskopie ist ein etabliertes, nicht-invasives Verfahren zur Diagnostik von Hautläsionen und verbessert die Differenzierung zwischen benignen und malignen Tumoren. Neben der diagnostischen Genauigkeit ist insbesondere die Korrelation dermatoskopischer Merkmale mit histopathologischen Befunden von klinischer Bedeutung.



Zielsetzung:

Ziel dieser Arbeit war es, die Korrelation zwischen dermatoskopischen Befunden und histopathologischen Diagnosen bei benignen und malignen Hauttumoren im klinischen Alltag zu untersuchen, mit besonderem Fokus auf der Tumordicke beim malignen Melanom sowie auf nicht-melanozytärem Hautkrebs.



Methoden:

Es handelt sich um eine retrospektive, beobachtende, monozentrische Studie aus einer privaten dermatologischen Praxis in Rumänien. Insgesamt wurden 104 Hautläsionen analysiert, die zwischen Januar 2022 und Dezember 2025 exzidiert und histopathologisch untersucht wurden. Für alle Fälle lagen vollständige klinische, dermatoskopische und histopathologische Daten vor. Die dermatoskopische Beurteilung erfolgte anhand etablierter Kriterien, und die Befunde wurden mit den histopathologischen Diagnosen korreliert. Melanome wurden nach Breslow-Dicke stratifiziert, um Veränderungen der dermatoskopischen Komplexität zu analysieren. Die Auswertung erfolgte deskriptiv.



Ergebnisse:

Maligne Läsionen machten 63,5% der Fälle aus und umfassten Melanome, Basalzellkarzinome, kutane Plattenepithelkarzinome sowie ein Kaposi-Sarkom. Die benignen Läsionen zeigten ein breites Spektrum unterschiedlicher Entitäten. Beim malignen Melanom nahm die dermatoskopische Komplexität mit zunehmender Tumordicke zu, gekennzeichnet durch Polychromie, strukturlose Areale, Gefäßmuster und Ulzeration. Nicht-melanozytäre Hauttumoren zeigten typische dermatoskopische Muster entsprechend der Literatur. Mehrere maligne Läsionen präsentierten sich als diagnostische Mimicker.



Schlussfolgerung:

Die Ergebnisse bestätigen eine deutliche dermatoskopisch-histopathologische Korrelation bei Hauttumoren. Dermatoskopische Merkmale spiegeln das biologische Verhalten der Läsionen wider und können Hinweise auf Tumorinvasivität liefern. Dermatoskopie stellt somit ein wertvolles Instrument zur Unterstützung der klinischen Entscheidungsfindung im dermatologischen Alltag dar.

 
 Dermatoskopie; Hauttumoren; dermatoskopisch-histopathologische Korrelation; malignes Melanom; Breslow-Dicke; nicht-melanozytärer Hautkrebs; Basalzellkarzinom; Plattenepithelkarzinom; retrospektive Studie; Differenzialdiagnostik  
 
 2026  
   Volltext downloaden
 Dermatologie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Sandu, Alin-Constantin
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie
 UO 992 272 Universitätslehrgang; MA Dermoscopy and Prev. Dermatooncology  
Betreuung / Beurteilung
  Hofmann-Wellenhof, Rainer; Ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ.