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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Auswirkungen von Daucus carota subsp. Sativus auf die Carotinoidlevel von adipösen und normalgewichtigen Frauen. Darstellung der habituellen Carotinoideinnahme über die Ernährung und die Auswirkungen von Karottensaftkonsum auf die Carotinoidspiegel der Haut.  
 Hintergrund

Bioaktive Verbindungen aus Obst und Gemüse sind wiederholt mit vorteilhaften Eigenschaften für die Prävention von chronischen nicht-übertragbaren Erkrankungen assoziiert worden. Dennoch implizieren Ernährungsberichte aus vielen Staaten, dass Werte für die empfohlene Nährstoffzufuhr oft von der allgemeinen Bevölkerung nicht erreicht werden. Zuverlässige objektive biologische Marker sind notwendig für die Ernährungssupervision und die Evaluation von Ernährungsinterventionen. In den letzten Jahren wurde die nicht-invasive Messung von Hautcarotinoiden anhand optischer Geräte basierend auf Reflexionsspektroskopie als ein valider Biomarker für die Beurteilung der Zufuhr von Obst und Gemüse etabliert. Allerdings gibt es weiterhin nur begrenzte Evidenz bezüglich der Korrelation von über die Ernährung zugeführten Carotinoiden und den Carotinoidleveln der Haut. Ziel dieser Arbeit war es, in einer 12 Wochen umfassenden Carotinoid-Intervention die Korrelation zwischen berichteter diätetischer Carotinoidzufuhr aus Ernährungsprotokollen und Hautcarotinoidwerten gemessen durch 3 optische Geräte zu erforschen.



Methoden

In dieser Studie wurden 28 gesunde weibliche Teilnehmerinnen in eine Verumgruppe und eine Kontrollgruppe randomisiert. Über eine Zeitspanne von 6 Wochen konsumierten die Teilnehmerinnen in der Verumgruppe zweimal täglich einen kommerziell verfügbaren carotinoidreichen Saft, während die Kontrollgruppe die entsprechende Menge Wasser konsumierte. Nach der Interventionsphase folgte eine 6-wöchige Auswaschphase, in der beide Gruppen keine Intervention erhielten. Bei 3 klinischen Visiten (vor der Intervention, nach der Intervention, nach der Auswaschphase), wurden die Hautcarotinoide gemessen und die Daten bezüglich der mit der Ernährung zugeführten Carotinoide anhand der Ernährungsprotokolle erhoben. Zusätzlich wurden bei jeder Visite verschiedenste anthropometrische Messungen durchgeführt. Die Ernährungsdaten wurden mit der Software nutritional software nut.s® science analysiert.

Die eigenständig berichtete Nährstoffzufuhr sowie die Hautcarotinoidwerte wurden für jede Visite zwischen den Gruppen verglichen. Für die Analyse der Korrelation zwischen berichteter Carotinoidzufuhr und Hautcarotinoidmessungen wurde der Spearman’sche Rangkorrelationskoeffizient angewandt.



Ergebnisse

Die Ergebnisse zeigten, dass die Nährstoffzufuhr über den gesamten Beobachtungszeitraum vergleichbar zwischen den Gruppen blieb. Ebenso gab es zu jedem Messzeitpunkt keinen signifikanten Unterschied bezüglich der Hautcarotinoidwerte zwischen den Gruppen. Die berichtete Carotinoidzufuhr zeigte keine signifikante Korrelation mit den Hautcarotinoidmessungen.



Diskussion und Conclusio

Im Gegensatz zu vorangegangenen Studien deuten die Ergebnisse keine direkte Korrelation zwischen der diätetischen Carotinoidzufuhr und der durch optische Geräte gemessenen Hautcarotinoidwerte an. Die Anwendbarkeit des verwendeten Ernährungsprotokolls für die Erhebung der Carotinoidzufuhr könnte aufgrund der festgelegten Lebensmittelgruppen und Portionsgrößen limitiert gewesen sein. Dennoch bekräftigen diese Ergebnisse das Prinzip, dass sich die Carotinoidzufuhr über die Ernährung nicht linear in der Hautcarotinoidkonzentration widerspiegelt und verschiedenste biologische und physiologische Faktoren diesen komplexen Zusammenhang beeinflussen.

 
   
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Gruber, Jan
Betreuende Einrichtung / Studium
  Lehrstuhl für Immunologie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Lackner, Sonja; Sen.Lecturer Priv.-Doz. Mag. Mag. Dr.
  Holasek, Sandra Johanna; Univ.-Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr.rer.nat.