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Medizinische Universität Graz
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Deutsch
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Bibliografische Informationen
Titel
Häufigkeit von Narbenhernien fünf Jahre nach offener elektiver Versorgung abdomineller Aortenaneurysmen
Kurzfassung
Einleitung
Narbenhernien zählen zu den häufigsten Komplikationen nach operativer Versorgung abdomineller Aortenaneurysmen (AAA). Sie können die Gesundheit und Lebensqualität der betroffenen Patient*innen stark beeinträchtigen und möglicherweise zu Komplikationen wie Inkarzeration oder Darmobstruktion führen. In der Literatur variieren berichtete Inzidenzen teils stark (11-69%), sind aber nach AAA-Sanierung tendenziell deutlich höher als nach anderen abdominellen Operationen. Ziel dieser Studie ist die Bestimmung der Inzidenz von Narbenhernien fünf Jahre nach elektiver offener Operation eines AAA. Nebenzielgrößen sind die Rate an operativen Narbenhernien-Sanierungen und die Identifikation von möglichen Risikofaktoren, welche die Entwicklung von Narbenhernien begünstigen.
Methodik
In dieser retrospektiven Datenauswertung wurden alle Patient*innen über 18, welche zwischen 1. Jänner 2015 und 31. Dezember 2016 an der Medizinischen Universität Graz, Universitätsklinik für Chirurgie, Klinische Abteilung für Gefäßchirurgie, zur elektiven offenen Sanierung eines AAA via medianer Laparotomie operiert wurden, inkludiert. Patient*innencharakteristika und Daten über die Operation wurden den Krankenakten entnommen. Das Vorhandensein einer Narbenhernie wurde mithilfe von bereits vorhandenen postoperativen CT- Bildern sowie durch Durchsicht der Krankenakten festgestellt. Die statistische Analyse wurde mit SPSS durchgeführt.
Resultate
Es wurden 74 Patient*innen identifiziert, wobei 59 die Inklusionskriterien erfüllten. Insgesamt wurden 15 Narbenhernien (25.4%) entdeckt, wovon 4 (26.7%) erst nach mehr als fünf Jahren identifiziert wurden. Die 5-Jahres Inzidenz war somit 18.6%. Nur 5% aller Patient*innen (20% aller Patient*innen mit Narbenhernie) wurden zur Sanierung einer Narbenhernie operiert. Es konnten keine statistisch signifikanten Risikofaktoren, welche die Entstehung von Narbenhernien begünstigen, identifiziert werden.
Schlussfolgerung
Die Inzidenz von Narbenhernien nach offener AAA-Sanierung ist hoch. Jedoch wird nur ein Bruchteil der Patient*innen mit Narbenhernie zur Sanierung operiert. Dies lässt sich durch überwiegend asymptomatische Hernien und klinisch irrelevante Fasziendefekte, welche rein radiologisch durch CT-Bilder identifiziert wurden, erklären. Über 25% aller Hernien wurden erst nach mehr als 5 Jahren entdeckt. Dies unterstreicht die Relevanz eines ausreichenden Beobachtungszeitraums.
Schlagwörter
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Löcker, Helena Anna
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Chirurgie
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Konstantiniuk, Peter; Univ. FA Priv.-Doz. Dr.med.univ.
Mitbetreuer*in (intern)
Cohnert, Tina Ulrike; Univ.-Prof. Dr.med.
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