Loading
Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

Wichtigste Meldungen anzeigenMeldungsfenster schließen
Bibliografische Informationen
 Protokollentwicklung für Sputum-Lipidomics bei Personen mit chronisch muco-obstruktiver Lungenerkrankung  
 Einleitung: Muco-obstruktive Lungenerkrankungen, einschließlich Asthma, sind durch eine veränderte Zusammensetzung des Atemwegsschleims, Atemwegsobstruktion, sowie durch chronische Entzündung gekennzeichnet. Obwohl Sputum in der Lungenforschung vielfach verwendet wird, bleibt eine umfassende Analyse des Sputum-Lipidoms bislang begrenzt. Brandsma et al. waren unter den Ersten, die das Sputum-Lipidom bei Asthmatiker:innen untersucht haben. Aufbauend auf deren Arbeit etabliert diese Arbeit ein Protokoll zur Analyse des Lipidoms von Sputumproben bei Patient:innen mit muco-obstruktiven Lungenerkrankungen, einschließlich Asthma, mittels ultra-high performance liquid chromatography - mass spectrometry (UHPLC-MS).

Methoden: Sputum wurde von 12 Patient:innen mit muco-obstruktiven Lungenerkrankungen, einschließlich Asthma, entnommen. Die Proben wurden vorbehandelt, um die Lipidextraktion zu erleichtern, die nach einem internen Standardarbeitsverfahren, angelehnt an Brandsma et al., durchgeführt wurde. Anschließend wurden die Lipidprofile mittels UHPLC-MS analysiert, und die resultierenden Daten mit dem Lipid Data Analyzer ausgewertet.

Ergebnisse: Mithilfe des entwickelten Protokolls konnten 130 Lipidspezien aus 17 Lipidklassen nachgewiesen werden. Phosphatidylcholin (PC, 64%) und Triacylglycerol (TG, 13%) waren in beiden Krankheitsgruppen die am häufigsten vorkommenden Klassen, gefolgt von Polyenylphosphatidylcholin (PPC, 8%) und Phosphatidylethanolamin (PE, 6%). Alle weiteren detektierten Lipidklassen wiesen relative Häufigkeiten von ≤ 3% auf.

Diskussion: Das in dieser Arbeit etablierte Protokoll ermöglicht die Verarbeitung und Analyse der Lipidzusammensetzung von Sputumproben bei Patient:innen mit Asthma und Zystischer Fibrose (CF). Dennoch konnten keine eindeutigen Aussagen über krankheitsspezifische Unterschiede in der Lipidzusammensetzung getroffen werden. Hierfür sind größere Kohorten erforderlich.

 
   
 
 –  
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Miklau, Elisabeth-Alina
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Singer, Florian; Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. PhD.
  Zandl-Lang, Martina; Priv.-Doz. MSc PhD.