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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Arterielle Blutdruckwerte in der unmittelbaren Transitionsphase bei Frühgeborenen mit intraventrikulärer Blutung – eine retrospektive Untersuchung
Kurzfassung
Zielsetzung
Das Ziel dieser Studie war die Erfassung der systemischen arteriellen Blutdruckwerte während der unmittelbaren postnatalen Transitionsphase bei Frühgeborenen mit einem Gestationsalter von unter 32 Schwangerschaftswochen (SSW) und diagnostizierter intraventrikulärer Hämorrhagie (IVH) zweiten bis vierten Grades, sowie die Prüfung eines möglichen Zusammenhangs zwischen den arteriellen Blutdruckwerten und dem Auftreten einer IVH.
Material und Methoden
Dazu wurde eine retrospektive Fall-Kontroll-Studie im Zeitraum von 2009 bis 2025 an der Medizinischen Universität Graz durchgeführt. Frühgeborene mit einem Gestationsalter < 32 SSW, welche in den ersten 14 Lebenstagen eine IVH 2. bis 4. Grades entwickelten und bei denen eine oszillometrische Blutdruckmessung in der 15. Lebensminute erfolgte, wurden in die Studie eingeschlossen. Jedem Fall wurde einen Frühgeborenen ohne IVH mit Übereinstimmung des Gestationsalters (±3 Tage), des Geburtsgewichts (±70 g) und des Geschlechts zugeordnet. Die systolischen, diastolischen und mittleren arteriellen Blutdruckwerte (SABP, DABP und MAD) wurden statistisch mittels gepaarter Analysen auf einen Zusammenhang überprüft. Zudem wurde eine Subgruppenanalyse in Abhängigkeit vom Infektionsstatus durchgeführt.
Ergebnisse
Insgesamt wurden 44 Frühgeborene mit einer IVH ≥ 2. Grades in die Studie eingeschlossen und jeweils mit 44 Kontrollfällen ohne IVH verglichen. In der IVH Gruppe zeigten sich im Vergleich zur nicht-IVH-Gruppe signifikant niedrigere Werte für den SABP (46 ± 11 vs. 51 ± 8 mmHg; p = 0,010), den DABP (24 ± 8 vs. 29 ± 7 mmHg; p = 0,009) und den MAD (31 ± 8 vs. 36 ± 9 mmHg; p = 0,004). Die Analyse der gepaarten Differenzen ergab für den SABP -5,23 mmHg (95%-KI -9,12 bis -1,34; p = 0,010), für den DABP -4,89 mmHg (95%-KI -8,48 bis -1,29; p = 0,009) und für den MAD eine Differenz von -5,09 mmHg (95%-KI -8,47 bis -1,71; p = 0,004). In der Subgruppenanalyse in Abhängigkeit vom Infektionsstatus blieb die Assoziation eines niedrigen arteriellen Blutdrucks und dem Auftreten einer IVH bestehen.
Schlussfolgerung
Die Resultate dieser Studie bestätigen einen Zusammenhang zwischen niedrigen systemischen arteriellen Blutdruckwerten (SABP, DABP, MAD) in der 15. Lebensminute und dem Auftreten einer IVH ≥ 2. Grades bei Frühgeborenen mit einem Gestationsalter < 32 SSW.
Schlagwörter
Blutdruck; IVH; Frühgeborene; unmittelbare Transitionsphase
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Tripolt, Carina
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Pfurtscheller, Daniel; Univ. FA Dr.med.univ. Dr.scient.med. BA
Mitbetreuer*in (intern)
Pichler, Gerhard; Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ.
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