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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Psychische und somatische Begleitsymptome von funktionellen Bewegungsstörungen  
 Einleitung: Funktionelle Bewegungsstörungen (FBS) können die Lebensführung erheblich beeinträchtigen. Neben den funktionellen motorischen Symptomen weist der Großteil der Betroffenen auch nicht-motorische Begleitsymptome auf. Diese stellen eine zusätzliche Belastung dar und sollten auch im Sinne eines multimodalen Therapiekonzepts adressiert werden. Diese Diplomarbeit befasst sich mit den Begleitsymptomen bei FBS und mit der Frage, wie sich diese von den Begleitsymptomen anderer Bewegungsstörungen (ABS) unterscheiden.



Methoden: In einer prospektiven Querschnittsstudie wurden 137 Patient*innen, davon 40 mit FBS und 87 mit ABS, untersucht. Alle Studienteilnehmer*innen wurden klinisch-neurologisch untersucht und füllten online-Fragebögen aus, anhand derer Begleitsymptome und Beeinträchtigungen der Lebensqualität erfasst wurden. Anschließend wurden beide Gruppen miteinander verglichen.

Ergänzend wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, in der Studien identifiziert wurden, die FBS und ABS hinsichtlich Art und Prävalenz von Begleitsymptomen verglichen. Unsere eigenen Studienergebnisse wurden in Relation zu den Ergebnissen der Literaturrecherche betrachtet.



Ergebnisse: Die systematische Literaturrecherche deutet auf eine höhere Prävalenz von Schmerzen sowie somatischen und dissoziativen Begleitsymptomen bei FBS hin. Patient*innen mit FBS scheinen zumindest gleich stark, möglicherweise stärker, durch Angst und depressive Symptome belastet zu sein als Patient*innen mit ABS. In unserer Studienkohorte berichteten Patient*innen mit FBS insgesamt über eine geringere Lebenszufriedenheit (PAHD) und eine niedrigere gesundheitsbezogene Lebensqualität (SF-36) als Patient*innen mit ABS. Nicht-motorische Symptome wie Sensibilitätsstörungen, Fatigue und Schmerzen traten in der Gruppe der FBS signifikant häufiger auf. Die beobachteten Gruppenunterschiede sind vor dem Hintergrund des explorativen Charakters der Studie vorsichtig zu interpretieren.



Schlussfolgerungen: Unsere Studienergebnisse ergeben ein ähnliches Bild wie die Zusammenschau der aktuellen Literatur. Patient*innen mit FBS scheinen mindestens gleich stark, teilweise stärker, durch psychische und somatische Begleitsymptome beeinträchtigt zu sein wie Patient*innen mit ABS. Angesichts der begrenzten Datenlage wären weitere Studien mit einer umfangreicheren Erfassung von Begleitsymptomen bei FBS und ABS wünschenswert.

 
   
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Harmuth, Lukas Harald Egon
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Neurologie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Schwingenschuh, Petra; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ.
  Kern, Daniela; Univ. FÄ Dr.med.univ.