Loading
Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

Wichtigste Meldungen anzeigenMeldungsfenster schließen
Bibliografische Informationen
 Retrospektive Evaluierung der Zuweisungsdiagnose "Kleinwuchs" an der Ambulanz für Endokrinologie und Diabetologie der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Graz  
 Einleitung:

Kleinwuchs zählt zu den häufigsten Vorstellungsgründen in der pädiatrisch-endokrinologischen Ambulanz. Von zentraler Bedeutung ist hierbei die Unterscheidung zwischen pathologischen Ursachen und Normvarianten des Wachstums.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen für Kleinwuchs im Jahr 2022 – 2023 an der pädiatrischen endokrinologischen Ambulanz der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Graz zu erheben. Anhand verschiedener erhobener Parameter erfolgte eine statistische Aufarbeitung des Patientenkollektivs sowie der zugrundeliegenden Erkrankungen.



Methoden:

Die Datenquelle wurde vom Institut für medizinische Informatik und Biostatistik bereitgestellt. Nach Genehmigung durch die zuständige Ethikkommission erfolgte die Datenerhebung über openMedocs. Die erhobenen Parameter beinhalteten unter anderem die Körpergröße, Alter, Knochenalter, Geburtsgewicht, Schwangerschaftswoche, etc.

Die Daten von insgesamt 271 PatientInnen mit Kleinwuchs wurden mithilfe Excel, SPSS und Python aufbereitet und analysiert. Zur deskriptiven Auswertung kamen statistische Methoden wie Boxplots, Tabellen und Diagramme zum Einsatz, um Verteilungen und Zusammenhänge der erhobenen Variablen darzustellen.



Ergebnisse:

Rund 70% der untersuchten Kinder waren männlich. Die Erstvorstellung erfolgte in 55% der Fälle im Alter von 4-6 und 10-14 Jahren. Bei 81% der PatientInnen lag eine Normvariante des Wachstums vor, wobei eine konstitutionelle Entwicklungsverzögerung (KEV) mit 66% und familiärer Kleinwuchs mit 12,5% am häufigsten waren. In 19% der Fälle wurde hingegen eine pathologische Ursache identifiziert. Zu den gefundenen pathologischen Ursachen zählten Wachstumshormon-Mangel (HGH-Mangel) (9,2%), genetische Ursachen (8,5%) und Zöliakie (1,1%).



Diskussion:

Normvarianten des Wachstums stellten die häufigste Ursache für Kleinwuchs dar. Diese erforderten in der Regel keine Therapie, jedoch Kontrollen beim Kinderfacharzt.

 
 Kleinwuchs  
 
 –  
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Beck, Magdalena
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Fritsch, Maria; Univ. FÄ Priv.-Doz. Dr.med.univ.
  Reiterer, Elke