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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Der Einfluss von neuralen Ionenkanälen auf die Bewegungswahrnehmung  
 Für die Bewegungswahrnehmung spielen die Signalverzögerung und -multiplikation in

visuellen Interneuronen eine wesentliche Rolle. Hassenstein und Reichardt haben ein

Modell postuliert, in dem die Bewegungserkennung durch die Multiplikation gezielt

verzögerter Signale bei der richtungsselektiven Verarbeitung visueller Informationen

erfolgt. Die Grundlagen der Signalverzögerung bleiben noch zu entschlüsseln.

Drosophila melanogaster wurde als Modellorganismus verwendet, weil sie trotz ihres

einfachen und gut erforschten visuellen Systems über dieselben grundlegenden

Prinzipien der neuronalen Verarbeitung wie andere komplexere Organismen verfügt.

Es ist zu erwarten, dass bestimmte Ionenkanäle die zeitlichen Filtereigenschaften der

Interneurone und damit das Verhalten der Fruchtfliegen beeinflussen. Weiters ist zu

erwarten, dass verschiedene Ionenkanäle an verschiedenen strategischen Punkten

innerhalb der Nervenzelle anzufinden sind. In dieser Diplomarbeit wurden die UAS

GAL4 und FLP-Rekombinase Systeme angewandt, um Drosophila melanogaster

Stämme zu erzeugen, die das Sichtbarmachen von endogenen Ionenkanälen mittels

fluoreszierenden Proteinmarkierung in bestimmten Neuronen des Gehirns der

Fruchtfliege ermöglichen. Die Kaliumionenkanäle Sh, Shal, Shab, Shaw, Ih und Eag

der schnellen Mi1 Interneurone wurden durch einen endogenen fluoreszierenden

Marker visualisiert und durch Konfokalmikroskopie abgebildet. Die dadurch

gewonnenen Bilder zeigen eine eindeutige Expression der Ionenkanäle Sh und Shal

sowohl in der achten bis zehnten Medullaschicht auf, welche den terminalen

Axonendungen entsprechen, als auch in den Zellkörpern der Mi1 Neurone. Die

Ionenkanäle Shab, Shaw, Ih und Eag weisen demgegenüber eine räumlich verstreute

Verteilung entlang der Mi1-Axone auf. In dieser Diplomarbeit wurde eine neue Methode

der zellspezifischen Proteinmarkierung angewandt, mit der jedes beliebige Protein nur

in bestimmten Zellen durch einen Fluoreszenzmarker sichtbar gemacht wird. Diese

Methode ermöglicht Fortschritte in den Proteindarstellungstechniken und damit in

funktionellen Studien in der zukünftigen Forschung.  
 Ionenkanäle, Neurone, Bewegungswahrnehmung, Signalverzögerung  
 
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 Allgemeine Physiologie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Troshani, Edona
Betreuende Einrichtung / Studium
  Lehrstuhl für Molekularbiologie und Biochemie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Groschner, Lukas; Assoz. Prof. Dr.med.univ. Dr.phil.
  Schindl, Rainer; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr.techn.