Loading
Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

Wichtigste Meldungen anzeigenMeldungsfenster schließen
Bibliografische Informationen
 Der Zusammenhang von Fettstoffwechsel und metabolischem Syndrom mit psychischem Wohlbefinden und Glückserleben bei affektiven Erkrankungen  
 Hintergrund



Affektive Störungen gehören zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen weltweit.

Zugrundeliegende somatische Erkrankungen können das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen. Umgekehrt kann das Vorliegen schwerer psychischer Erkrankungen jedoch auch mit einem erhöhten Risiko für somatische Erkrankungen einhergehen. Zu den häufigsten Erkrankungen dieser Patient*innengruppe zählen metabolische Erkrankungen wie Diabetes, Adipositas sowie Bluthochdruck. Diese Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für einen vorzeitigen Tod, insbesondere infolge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Die Forschung zu metabolischen Erkrankungen im Zusammenhang mit affektiven Störungen fokussiert sich primär auf den Krankheitsverlauf und die Symptomatik. Aspekte des psychischen Wohlbefindens und des subjektiven Glücksempfindens dieser Personen wurden hingegen bisher nur unzureichend erforscht.



Methoden



Die vorliegende Studie hat das Ziel, den Zusammenhang zwischen dem Fettstoffwechsel und dem metabolischem Syndrom mit dem psychischem Wohlbefinden und dem Glückserleben bei affektiven Erkrankungen zu untersuchen. Im Rahmen des Aufnahme- und Entlassungsprogramms der Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Graz wurden die Daten von 59 stationären Patient*innen erhoben. Dafür kamen standardisierte Selbsteinschätzungsfragebögen (SF-12 und HSWBS) zum Einsatz. Zudem wurde sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Entlassung aus dem stationären Aufenthalt, ein Routinelabor durchgeführt.



Ergebnisse



Zur Ermittlung möglicher Zusammenhänge zwischen den metabolischen Variablen (Triglyceride, HDL-Cholesterin, Cholesterin, Glukose) sowie Hypertonie, Taillenumfang und BMI einerseits und den Subskalen des SF-12 und der HSWBS andererseits wurden bivariate Pearson- und Spearman-Rho-Korrelationen berechnet. Die statistischen Analysen ergaben zu beiden Messzeitpunkten keine statistisch signifikanten Zusammenhänge zwischen den Variablen.



Diskussion



Obwohl ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen den metabolischen Parametern und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bzw. dem subjektiven Wohlbefinden der Patient*innen nicht nachgewiesen werden konnte, sind metabolische Erkrankungen gemäß der aktuellen Studienlage bedeutsame Faktoren im Hinblick auf den Verlauf und die Prognose affektiver Störungen. Dies unterstreicht die Relevanz weiterer Forschung in diesem Bereich sowie die entscheidende Rolle eines holistischen Ansatzes in der Diagnostik und Therapie, um das bestmögliche Ergebnis für Patient*innen zu erzielen.



 
 Affektive Störungen, metabolisches Syndrom, Fettstoffwechsel, Glückserleben, psychisches Wohlbefinden  
 
 –  
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Shkodra, Arjeta
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Dalkner, Nina; Research Prof. Priv.-Doz. Mag.rer.nat. Dr.rer.nat.