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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Ultraschall in der metabolisch Dysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (,,metabolic dysfunctionassociated steatotic liver disease“, MASLD) Stellenwert und Anwendungsgebiete der Sonographie für Diagnosestellung und Krankheitsmonitoring  
 Hintergrund

Die metabolisch-dysfunktion assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) bezeichnet eine krankhafte Verfettung der Leberzellen oder auch Lebersteatose genannt,

diese ist vor allem durch das Vorliegen eines metabolischen Syndroms oder eines Diabetes Typ 2 bedingt und betrifft heutzutage 30% der Bevölkerung der Industrienationen, wobei

vorausgesagt wird, dass dieser Prozentteil in den nächsten Jahrzehnten noch weiter steigen wird. Erkrankte Personen haben ein erhöhtes Risiko zur Entwicklung einer Steatohepatitis und folgender Leberfibrose, wodurch das Risiko erhöht wird an einem Karzinom zu erkranken. Aufgrund dieser Begebenheiten wäre eine frühzeitige Erkennung sehr wichtig. Screeningmethoden für diese Erkrankung sind jedoch begrenzt und Patient_innen werden meist erst gescreent, wenn zusätzliche andere Risikofaktoren auftreten. In den letzten zehn Jahren konnten vor allem ultraschallbasierte Untersuchungsmodalitäten verbessert werden und neue Möglichkeiten diese einzusetzen gefunden werden. Dabei bietet primär der hausärztliche Bereich eine Schnittstelle, die für das Screening, die Diagnostik und das Monitoring solcher Patient_innen ausgebaut werden könnte, da eine frühe Erstdiagnose leberassoziierte Komplikationen vermeiden könnte. Diese Arbeit soll die Möglichkeiten des Screenings, der Diagnostik und des Monitorings auflisten und einen Überblick über diese bieten.

Methodik

In diesem Literaturreview wurde das Wissen und die Ergebnisse der aktuellen Leitlinien und Studien im Zeitraum vom 01.01.2015 bis zum 01.09.2025 zusammengetragen, um

einen Überblick über das Screening und die Diagnostik, mit dem Fokus auf den Stellenwert der Ultraschalldiagnostik, der MASLD zu bieten. Die grundsätzlichen physikalischen Prinzipien und Formeln wurden aus älteren Erstpublikationen entnommen, da diese noch immer dem gegenwärtigen Stand der Forschung entsprechen. Es wurden sowohl Literaturreviews, Meta-Reviews, retrospektive und prospektive Studien, sowie

Leitlinien für diese Arbeit miteinbezogen. Diese Publikationen wurden auf der freien Datenbank PubMed mittels kapitelbezogener Suchbegriffe gesucht. Es wurden

Publikationen eingeschlossen, die die Suchbegriffe ,,MASLD“ und eine der radiologischen Diagnostikmodalitäten ,,Ultraschall“ oder ,,MRT“ aufwiesen.

Ergebnisse

Der Goldstandard in der Diagnostik der MASLD ist die Leberbiopsie als invasive Diagnostik und die MRI-PDFF als nicht-invasive Diagnostik. Das Einsatzgebiet des Ultraschalls ist das Screening und die Follow-up Diagnostik bei MASLD-Risikopatient_innen. Der Stellenwert des Ultraschalls hat sich in den letzten 10 Jahren

gesteigert, insbesondere durch die Entwicklung neuer Index- und Scoringsysteme, der Weiterentwicklung der Ultraschall-Software, sowie der Weiterentwicklung bekannter diagnostischer Modalitäten wie der CAP und die Elastographie. Zu diesen zählen Scoringund Indexsysteme wie der US-FLI-Liver-Score und der hepatorenale Index, Softwareverbesserungen wie der Backscatter- und Attenuation-Koeffizient und die Speed of Sound Technik, sowie der Controlled Attenuation Parameter (CAP) und die Elastographie. Durch die technischen Fortschritte in den letzten 10 Jahren konnten in Studien bereits ähnliche Ergebnisse zur diagnostischen Sicherheit einer Lebersteatose und Leberfibrose zu den Goldstandards erzielt werden. Weltweite Leitlinien empfehlen ein MASLD-Screening mittels Oberbauchultraschall bezüglich einer Lebersteatose für diese

Risikopopulationen. In der EU ist ein solches standardisiertes Programm jedoch noch nicht implementiert. Der Ultraschall könnte somit zukünftig für die ambulante Versorgung von Patient_innen weiter an Bedeutung gewinnen.

Schlussfolgerungen

Technische Neuerungen des Ultraschalls während der letzten 10 Jahre haben zahlreiche Möglichkeiten für ein nicht-invasives Screening und eine nicht-invasive Diagnostik einer

Lebersteatose und Leberfibrose eröffnet. Da einige Modalitäten jedoch noch zu wenig Evidenz in Bezug auf die MASLD besitzen, müssen weitere Studien mit größeren und

diverseren Studienkohorten durchgeführt werden. Zukünftig könnten erprobtere Methoden wie die nicht-invasiven Scores und der CAP in Form des Liverscans als portables System

besonders für die ambulante Versorgung übernommen werden, um ein breiteres Spektrum der Bevölkerung bezüglich einer MASLD abzuklären und eine bessere Früherkennung von Leberfibrose und assoziierten Karzinomen zu gewährleisten.  
 MASLD; MASH; Lebersteatose; Leberfibrose; NAFLD; NASH; Leitlinien; Ultraschall; CAP; pSWE; Elastographie; BSC; Speed of Sound; FAST-Score; CBST-Score; VCTE; Liverscan; FibroScan; acFibroMASH-Index; AGILE-Score; 2D-SWE; US-FLI-Score; Hamaguchi-Score; hepatorenale Steatosis-Index;  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Löscher, Laura
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Radiologie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Talakic, Emina; Univ. FÄ Priv.-Doz. Dr.med.univ. MBA
  Kaufmann-Bühler, Ann-Katrin; Univ. FÄ Dr.med.