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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Thrombelastographie bei ECMO-Patient*innen - Retrospektive Auswertung auf einer tertiären internistischen Intensivstation
Kurzfassung
Einleitung: Extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) gewinnt im intensiv-medizinischen Kontext immer mehr an Bedeutung. Bedingt durch den Kontakt von Blut zu künstlichen Oberflächen im ECMO-Kreislauf, bedarf es einer Antikoagulation unter anderem (u.a.) mit unfraktioniertem Heparin (UFH). Die bestmöglichen UFH-Monitoring-Strategien, um zwischen potenziellen Blutungen oder Thrombosen abzuwiegen, sind kontrovers diskutiert.
Material & Methoden: Diese retrospektive Datenanalyse inkludierte erwachsene Patient*innen (≥ 18 Jahre), die im Zeitraum von Jänner 2018 bis Dezember 2022 an der Allgemeinen Intensivstation (Med-ICU) und an der kardiologischen Intensivstation (CCU) der Universitätsklinik für Innere Medizin des Landeskrankenhaus (LKH) Universitätsklinikum Graz eine ECMO-Therapie erhielten. Dabei untersuchten wir die Korrelation und Übereinstimmung zwischen der in der Thromboelastographie (TEG®) ermittelten Reaktions-Zeit (R-Zeit) und der aus globalen Gerinnungstests gewonnen aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (aPTT) und anti-Xa-Aktivität, den Anteil innerhalb des Zielbereichs und den Zusammenhang von Gerinnungsparametern ober- oder unterhalb des Zielbereichs bezogen auf klnisch relevante Ereignisse wie Mortalität, Blutungen oder thrombotischen Komplikationen.
Ergebnisse: In fünf Jahren erfüllten 85 ECMO-Fälle unsere Einschlusskriterien, welche in Summe 611 ECMO-Tage abbilden. Es zeigte sich eine schwache Korrelation zwischen den drei Gerinnungstests. Innerhalb des Zielbereichs lagen 44% der anit-Xa-Aktivitäten, 21% der R-Zeiten und 15% der aPTT-Werte. Singuläre bzw. multiple Blutungen traten bei 25 bzw. 32 Patient*innen auf. Unter Veno-Arterieller (V-A) -ECMO assoziiert die anti-Xa-Aktivität (Odds-Ratio (OR) 1,03 [1,01-1,06], p=0,005) und korreliert mit Blutungsereignissen (spearman-rho 0,49, p=0,002). aPTT-Werte unterhalb des Zielbereichs waren mit einer Verringerung der Mortalität (OR 0,98 [0,97–0,99], p = 0,024) assoziiert. Thrombotische Ereignisse traten bei 6 Patient*innen ohne jedwede Korrelation auf.
Konklusion: Es besteht eine schlechte Korrelation zwischen den unterschiedlichen Koagulationstests aPTT, anti-Xa-Aktivität und der R-Zeit im TEG® unter Veno-Venöser (V-V-) und V-A-ECMO bei bestehender Therapie mit UFH. Des Weiteren kam es bei V-A-ECMO-Patient*innen zu vermehrten Blutungsereignissen, die mit erhöhter anti-Xa-Aktivität korrelierten.
Schlagwörter
ECMO;Gerinnung;viskoelastische Tests;globale Gerinnungstests
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Köllinger, Marco
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Innere Medizin
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Reisinger, Alexander Christian; OA Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
Mitbetreuer*in (intern)
Schneider, Nikolaus; Dr.
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