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Medizinische Universität Graz    

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Masterarbeit (wissenschaftlich) - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Gewichtsstatus, metabolische Gesundheit und subjektives Wohlbefinden bei postmenopausalen Frauen in Österreich  
 Hintergrund: Die demografische Alterung der Bevölkerung sowie die steigende Lebenserwartung führen dazu, dass gesundheitliche Fragestellungen in der Postmenopause zunehmend an Bedeutung gewinnen. Insbesondere Übergewicht, metabolische Erkrankungen und deren Auswirkungen auf das subjektive Wohlbefinden stellen relevante Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit dar. Während zahlreiche Studien physiologische Veränderungen in der Postmenopause untersuchen, werden psychosoziale Gesundheitsaspekte bislang vergleichsweise selten gemeinsam mit metabolischen Faktoren betrachtet. Vor diesem Hintergrund erscheint eine multidimensionale Analyse biologischer und subjektiver Gesundheitsdimensionen bei postmenopausalen Frauen besonders relevant.

Ziel: Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen Gewichtsstatus, metabolischer Gesundheit und subjektivem Wohlbefinden bei postmenopausalen Frauen in Österreich zu untersuchen.

Methode: Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine quantitative Sekundärdatenanalyse der neunen Welle des "Survey of Health, Aging and Retirement in Europe" (SHARE) durchgeführt. Analysiert wurden Daten von 1.712 postmenopausalen Frauen ab 55 Jahren in Österreich. Der Gewichtsstatus wurde anhand des Body-Mass-Index, die metabolische Gesundheit über ausgewählte chronische Erkrankungen und das subjektive Wohlbefinden mittels des CASP-12-Index erfasst. Die Daten wurden deskriptiv und bivariat analysiert. Zusätzlich wurden lineare Regressionsanalysen durchgeführt. Potenzielle Confounder wie Alter, Bildungsniveau, körperliche Aktivität, Rauchstatus und Partnerschaftsstatus wurden berücksichtigt.

Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl ein erhöhter Body-Mass-Index als auch eine metabolisch ungesunde Situation mit einem geringeren subjektiven Wohlbefinden assoziiert waren. Das finale Regressionsmodell erklärte 15 % der Varianz des subjektiven Wohlbefindens. Dabei zeigte sich ein begrenzter Einfluss der metabolischen Gesundheit auf den Zusammenhang zwischen BMI und subjektivem Wohlbefinden. Lediglich die Interaktion zwischen Untergewicht und eingeschränkter metabolischer Gesundheit erwies sich als signifikant (β = -0,07). Ingesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Gewichtsstatus und metabolische Gesundheit weitgehend unabhängige Einflussfaktoren des subjektiven Wohlbefindens darstellen. Auch nach Kontrolle soziodemografischer und gesundheitsbezogener Einflussfaktoren blieben Teile dieser Zusammenhänge bestehen.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung eines multidimensionalen Verständnisses von Gesundheit im höheren Lebensalter. Sowohl Gewichtsstatus als auch metabolische Gesundheit stehen mit dem subjektiven Wohlbefinden postmenopausaler Frauen in Zusammenhang. Damit bestätigen die Ergebnisse internationale Forschungserkenntnisse und unterstreichen die Relevanz biologischer und psychosozialer Einflussfaktoren für die Gesundheit im Alter. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, Präventions- und Gesundheitsforderungsmaßnahmen gezielt an die Bedürfnisse postmenopausaler Frauen anzupassen. Zukünftige Forschungsarbeiten sollten verstärkt Längsschnittanalysen sowie qualitative Ansätze einbeziehen, um langfristige Entwicklungen und individuelle Erfahrungen differenzierter erfassen zu können.  
 Postmenopause; Body-Mass-Index (BMI); Metabolische Gesundheit; Subjektives Wohlbefinden; Frauengesundheit; Gesundes Altern; Österreich; SHARE-Studie  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Kern, Tanja; BSc
Betreuende Einrichtung / Studium
  Institut für Pflege- und Gesundheitswissenschaften
 UO 066 333 Masterstudium; Interprof. Gesundheitswissenschaften  
Betreuung / Beurteilung
  Großschädl, Franziska; Priv.-Doz. Dr.scient.med. BSc MSc