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Medizinische Universität Graz
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Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Frühzeitige Erkennung postoperativer Infektionen mittels kontinuierlicher Temperaturmessung: Eine prospektive klinische Studie
Kurzfassung
Diese Studie hatte zum Ziel zu untersuchen, ob eine kontinuierliche axilläre Temperaturüberwachung mittels eines tragbaren Patches eine frühere Erkennung postoperativer Infektionen im Vergleich zur konventionellen intermittierenden Infrarotthermometrie ermöglicht. In dieser prospektiven, monozentrischen Studie wurden 103 chirurgische Patient*innen eingeschlossen und über einen Zeitraum von elf Monaten überwacht. Die kontinuierliche axilläre Temperaturmessung mit dem SteadyTemp®-Patch wurde mit routinemäßigen Infrarotmessungen verglichen, die im Rahmen der klinischen Standardversorgung durchgeführt wurden.
Der primäre Endpunkt war die Fieberdetektionsrate (≥ 38,0 °C). Zu den sekundären Endpunkten gehörten der Zusammenhang zwischen Fieberdetektion und Laborwerten sowie die Notwendigkeit klinischer Interventionen im Zusammenhang mit Fieber.
Von den 103 eingeschlossenen Patient*innen wurde bei 33 Fieber festgestellt. Das kontinuierliche Monitoring identifizierte Fieber bei 31 dieser 33 Patient*innen (93,9%), während die Infrarotthermometrie Fieber nur in 12 Fällen (36,4%) erkannte. In 16 Fällen, in denen aufgrund neu entdeckten Fiebers eine antibiotische Therapie begonnen oder angepasst wurde, erkannte das Patch Fieber bei 15 Patient*innen, verglichen mit nur 7 Detektionen durch die Infrarotthermometrie. Chirurgische Interventionen aufgrund vermuteter Infektionen wurden bei 5 Patient*innen durchgeführt; das Patch erkannte Fieber in allen Fällen, während die Infrarotthermometrie Fieber nur bei 2 dieser Patient*innen detektierte. Aufgrund des häufigen Versagens der Infrarotthermometrie bei der Fiebererkennung wurde ein Bewertungssystem entwickelt, um die klinische Relevanz der Fieberdetektion zu beurteilen. Die kontinuierliche Temperaturüberwachung mit dem SteadyTemp®-Patch zeigte im Vergleich zur Infrarotthermometrie eine überlegene Fieberdetektion und führte zu einer früheren Identifikation febriler Ereignisse. Diese Studie legt nahe, dass eine kontinuierliche Temperaturüberwachung die Infektionsüberwachung bei chirurgischen Patient*innen verbessern und dadurch zeitgerechtere klinische Interventionen ermöglichen könnte.
Schlagwörter
Kontinuierliche Temperaturmessung · Tragbares Patch · Postoperative Infektion · Digital health · Nosokomiale Infektionsdetektion · Patientenmonitorisierungstechnologie
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Schäfer, Lars
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Chirurgie
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Stiegler, Philipp; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. MBA
Mitbetreuer*in (intern)
Leber, Bettina; Univ.-Ass. Mag.rer.nat. Dr.scient.med.
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